Etwas irre wirkende Verkehrsbeschilderung

Häuslebauer dürfen ab 2018 ran

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Verwunderlich und wohl der zeitlichen Verzögerung geschuldet: Der schmale asphaltierte Weg mündet ohne Verkehrszeichen auf den Mainzer Ring, gegenüber heißt es auf der auf der wild wuchernden Wiese „Vorfahrt gewähren.“

Bürgel - Die Erschließungsstraße ist vorhanden, das Wohngebiet lässt noch auf sich warten. Das ist nicht unüblich.

Was da vielerorts jedoch einer spartanischen Baustraße gleicht, ist in Bürgel (auch als Ortsumfahrung) bereits endgültig ausgebaut – unter anderem mit Haltestellen für die künftige Führung der Buslinie 108. Am Mainzer Ring hat Leserin Antje Glindemann zudem eine etwas irre wirkende Verkehrsbeschilderung entdeckt. „Offenbach ist doch ein merkwürdiger Ort - man (frau auch) muss es einfach lieben“, schreibt sie und führt aus: „Aus Richtung Kuhmühlgraben kommend mündet die verlängerte Merowingerstraße ohne jegliches Warnschild in den Mainzer Ring. Auf der anderen Seite ist das Vorfahrt-gewähren-Schild schon da, obwohl es hier keine Straße gibt...“ Stimmt.

Geschuldet ist es wohl der zeitlichen Verzögerung. 2004 hat das Stadtparlament den Bebauungsplan für Bürgel-Ost beschlossen – etwa 65 000 Quadratmeter sind als Baugrund ausgewiesen. Vorgesehen sind unter anderem etwa 230 Wohneinheiten für Familien in Ein- und Zweifamilienhäusern. So sieht der Zeitplan der Stadt aus: Ausführungsplanung bis Ende erstes Quartal 2017, anschließend Rodung. Bau des Kanals, der Baustraßen, des Lärmschutzes und der Grünanlagen ab Herbst 2017. Ende 2018 könnten dann die privaten Hausbauer in Bürgel-Ost loslegen. Dann erfüllt auch die bereits vorhandene Beschilderung ihren Zweck. mk

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