Neues vom Kaiserlei

Interessenten für Hallenprojekt, Kreisel-Umbau verzögert sich

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Offenbach - Mit Spannung wird die weitere Entwicklung am Kaiserlei beobachtet. Neues gibt es beim Projekt Arena und bei den Umbauplänen für den Kreisel: Von Peter Schulte-Holtey

Nachdem sich Vertreter Frankfurts und Offenbachs über die Ausschreibung des Arena-Bauvorhabens (die Kosten liegen bei etwa 150 Millionen Euro, geplant wird für 13 000 Zuschauer) verständigt haben, werden laut Medienangaben Interessenten ins Spiel gebracht: der Baukonzern BAM Sports aus den Niederlanden, der schon unter anderem Hallen in Berlin und Mannheim gebaut hat, und die Sportmarketingagentur „Lagardere Sports“, sie besitzt den Angaben zufolge 50 Prozent der Stadion-Gesellschaft der Frankfurter WM-Arena.

Seit Ende Dezember 2015 konnten Investoren die Vorgaben im Europäischen Ausschreibungsportal (TED) nachlesen. Die von der Stadt Frankfurt durchgeführte Ausschreibung zur Suche eines Projektentwicklers wurde jetzt abgeschlossen. In Offenbach wird darauf hingewiesen, dass die Verwaltungen der beiden Nachbarstädte bei der Prüfung über den Standort der Arena und der Suche eines Projektentwicklers weiterhin im Gespräch sind. „Für eine Multifunktionshalle im Kaiserlei muss ein Projektentwickler zunächst ein konkretes Projekt vorlegen und danach müssen die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden“, stellte Fabian El Cheikh, Sprecher der Stadt Offenbach, klar.

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Bei den Plänen spielt sicherlich auch die Frage nach einer weiteren Verkehrsbelastung durch die Besucher der Arena eine Rolle. Schon jetzt droht am Kaiserlei der Auto-Kollaps. El Cheikh machte deutlich, dass der Umbau des Kreisels – „unabhängig von den Arena-Plänen“ – auf jeden Fall vorgenommen werde. Wermutstropfen: Der ursprünglich für dieses Jahr geplante Baustart sei fraglich.

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Die Verkehrsdrehscheibe soll – wie berichtet – für geschätzte 37 Millionen Euro zur Kreuzung umgestaltet werden. Erste Pläne dazu datieren aus dem Jahr 2000. Zuletzt hatten Probleme mit unterirdischem Fließsand das von Bund, Land und Stadt finanzierte Projekt verzögert. Die Straßen am Kaiserlei müssen künftig mit Pfählen vor einem Absinken in den Fließsand geschützt werden. Deshalb stiegen die Baukosten um rund fünf Millionen Euro. Die Sandablagerungen stammen aus dem Main.

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