Investor für Neubau soll im Ausschuss überzeugt werden

Rathaus-Center: Politik wünscht Mitsprache

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Drei Geschosse und viel Glas: So soll sich das neue Rathaus-Center Kunden und Passanten von der Frankfurter Straße aus präsentieren.

Offenbach - Rathaus-Center statt City-Passage: Mit dem neuen Namen ist zugleich die Hoffnung verbunden, dass der geplante Neubau die lang ersehnte Aufwertung für die westliche Fußgängerzone bringt. Die Politik meldet unterdessen Wünsche an den Investor an. Von Matthias Dahmer 

So möchte man dem Bauherrn Andreas Blaschkowski, Chef des Frankfurter Unternehmens Real Equity, in der nächsten Sitzung des Bauausschusses Wohnungen und eine Kleinmarkhalle im künftigen Rathaus-Center schmackhaft machen. Dem Neubau komme aufgrund seiner Größe und Lage für die Fußgängerzone westlich des Stadthofs eine besondere Bedeutung zu, heißt es in einem entsprechenden Beschluss des Stadtparlaments. Darin werden zudem grundsätzliche Überlegungen im künftigen Umgang mit Investoren angestellt: Um die angestrebte Aufwertung der Innenstadt sowie eine „für alle Beteiligten optimale Nutzung und gestaltung zentraler Gebäude zu erreichen“, müsse frühzeitig Kontakt zu ihnen aufgenommen werden.

Mit einer Bewertung des Vorstoßes aus den Reihen der Politik hält sich Investor Blaschkowski noch zurück. Er werde der Einladung folgen und im Ausschuss seine Pläne vorstellen, sagte er auf Anfrage.

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Rathaus-Center statt City-Passage

Diese Pläne sehen bislang vor, das anstelle der verwaisten City-Passage ein Shopping-Center entsteht mit Ladenflächen in Unter-, Erd- und 1. Obergeschoss – gegebenenfalls mit einer Option für den zweiten Stock. Ins Untergeschoss kommt ein Nahversorger, ins Parterre und darüber Textil- und sonstige Anbieter. Alle Läden werden direkt über die Frankfurter Straße angebunden. Für das neue Center ist eine großzügige Schaufensterfassade mit 60 Metern Länge bei 40 Metern Gebäudetiefe vorgesehen. Innerhalb des Gebäudes wird es Verbindungen für größere Mieter in Form von Rolltreppen in die oberen Stockwerke geben. Im Erdgeschoss sind bis zu fünf Mieteinheiten geplant. Der Entwurf sieht einen dreigeschossigen Baukörper vor, dessen Traufhöhe sich an den Höhen der umliegenden Gebäude orientiert. Zur Beruhigung des Stadthofs wurde das Parken aus dem Gebäude herausgenommen. Stattdessen erfolgt eine fußläufige Anbindung direkt an die Tiefgarage des Rathauses. Hieraus hat sich der Name „Rathaus-Center“ ergeben. Der bisher fehlende behindertengerechte Aufzug zur Tiefgarage des werde nun über das Rathaus-Center ermöglicht.

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Bei möglichen Mietern hält sich der Investor noch bedeckt. In Einzelhandelskreisen geht man davon aus, dass unter anderen C&A und Saturn im Gespräch sind. Was die politisch gewollte Wohnnutzung des neuen Centers angeht, weist die städtische Wirtschaftsförderung darauf hin, dass man dies auch schon vorherigen potenziellen Investoren angetragen habe.

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