Bekannt durch Attacke auf TV-Team vor Moschee

IS-Kämpfer Hassan M. aus Offenbach getötet

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Symbolbild

Offenbach - Der Offenbacher Islamist Hassan M. ist einem Medienbericht zufolge bei Kämpfen für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien getötet worden.

Wie „Bild“ gestern berichtete, starb er bereits vor einigen Wochen bei Gefechten in der IS-Hochburg Manbij im Norden des Landes. Das Blatt beruft sich auf Sicherheitskreise sowie auf ein deutsches IS-Mitglied aus dem Irak. Bekanntheit hatte Hassan M. 2013 erlangt, als er zusammen mit anderen Salafisten vor der Tauhid-Moschee in der Offenbacher Karlstraße ein Kamerateam des SWR attackierte hatte. Drei TV-Mitarbeiter waren dabei verletzt worden. Trotz einer Fußfessel war es ihm im Jahr 2014 gelungen, von Deutschland aus in den Dschihad nach Syrien zu ziehen.

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Diese Blamage für die Sicherheitsbehörden hatte bundesweites Interesse an dem Fall und politische Turbulenzen ausgelöst. „Der ganze Vorgang ist ein einziger Albtraum. So etwas darf überhaupt nicht passieren“, sagte etwa der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach damals. Auch Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) mussten sich mehrmals zu dem Fall äußern. Laut „Bild“ hat der gebürtige Pakistaner, der im Kindes-alter nach Deutschland gekommen war, innerhalb des IS keine tragende Rolle gespielt. Er sei bei Kämpfen mit kurdischen Milizen, unterstützt von US-Luftangriffen, ums Leben gekommen. re

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