Sehr gern vier Tage lang die Freizeit geopfert 

Jugendkirchentag: Organisatoren ziehen positive Bilanz

+
Mit Kerzen bestückt sorgten viele Jugendliche auf dem Peace-Zeichen am Mainufer für ein beeindruckendes Bild. - Foto: Prochnow Mit Kerzen bestückt sorgten viele Jugendliche auf dem Peace-Zeichen am Mainufer für ein beeindruckendes Bild.

Offenbach - Auch wenn der Himmel am Samstagabend noch einmal zuzieht: Marko Schäfers Augen leuchten. Der Jugendreferent im Evangelischen Dekanat war beim Jugendkirchentag (JUKT) verantwortlich für den Themenpark „Offen für Kulturen“ in der Innenstadt. Von Christian Wachter 

Seine Bilanz könnte kaum positiver ausfallen: „Ein Ziel war es, das Image von Offenbach über die Stadtgrenzen hinaus zu verbessern. Das ist uns gelungen“. Begeistert sei er gewesen, dass auch viele Offenbacher nach den grünen JUKT-Schals gefragt hätten, die es kostenlos an einem Stand gab. „Vor der EVO-Bühne ist irgendwann gar nicht mehr aufgefallen, wer Gast und wer Offenbacher war“, erzählt Schäfer. Das Resümee am Mainufer, wo in drei Themenparks ebenfalls viele der insgesamt 250 Programmpunkte angeboten wurden, fällt ähnlich positiv aus. Christian Schulte, Stadtjugendpfarrer in Frankfurt, berichtet: „Eine wunderbare Veranstaltung. Es war toll, wie zugänglich die Gäste waren und es hat sich gezeigt, dass Jugendliche eben nicht nur in der Ecke chillen sondern sich einbringen wollen.“ Für diese Motivation verantwortlich seien Teilhabe und Verantwortung, so Schulte. Zusammen mit seinem Team aus Frankfurt und den Stadtjugendpfarrämtern aus Gießen, Darmstadt, Mainz und Wiesbaden zuständig für den Themenpark „Offen für Gerechtigkeit.“

Lesen Sie dazu auch:

Jugendkirchentag: Sinnsuche im Tauchbecken

Dass nach dem Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen viele der 3000 Besucher mit einem Lächeln nach Hause fahren, ist aber auch den mehr als 400 ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Von diesen bekommt man unisono zu hören, wie gerne sie ihre Freizeit für die vier Tage geopfert haben. Lydia Kopecz etwa ist aus Basel angereist, um zu helfen. Für den JUKT hat sich die 24-Jährige extra Urlaub genommen. Zusammen mit ihrer Gruppe sorgt sie für die Einlasskontrollen, unterstützt die Organisatoren und ist Ansprechpartnerin für die Gäste. Als Helfer beim JUKT zu sein, heißt aber auch anpacken. Am Donnerstag haben sie die Themenparks auf- und am Samstagabend im Regen wieder abgebaut. „Klar, es gibt viel zu tun, aber man bekommt auch unheimlich viel zurück; von den Gästen und der Gruppe“, erzählt Kopecz.

Bilder: Jugendkirchentag in Offenbach

Die Aufgeschlossenheit der Offenbacher könnte indes sogar in Berlin die Runde machen. Bei der Großveranstaltung war das Infomobil des Bundestages zu Gast, das Bürgern die Arbeitsweise und Aufgaben des Parlaments näherbringen möchte. Jürgen Dückers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit in der Bundestagsverwaltung, schildert seine Eindrücke: „Die Teilnehmer waren junk, aktiv und interessiert. Manche haben so oft bei unserem Quiz mitgemacht, bis sie schließlich einen Preis gewonnen hatten.“ Wer jetzt schon Lust auf den nächsten JUKT hat, wird sich allerdings noch etwas gedulden müssen. Er findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2018 in Weilburg an der Lahn statt.

Kommentare