EVO-Leitung verzögert Umbau

Kaiserstraße soll bis Jahresende fertig sein

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Nachdem 2007 der erste Abschnitt der Kaiserstraße zwischen Bismarckstraße und Geleitsstraße umgestaltet wurde, läuft derzeit zwischen Geleitsstraße und Großer Marktstraße der zweite von fünf Bauabschnitten. 14 000 Kraftfahrzeuge sind täglich auf der Verkehrsachse unterwegs. Der Verkehr in südliche Richtung wird noch bis Ende des Jahres über Frankfurter und Ludwigstraße umgeleitet.

Offenbach - Stillstand wollen Anwohner bei den Arbeiten zum Umbau der Kaiserstraße ausgemacht haben. An der Anfang Juli eingerichteten Baustelle auf der innerstädtischen Verkehrsader bewege sich nichts, lautet der Vorwurf an die Stadt.

Von Stillstand könne keine Rede sein, sagt Sigrid Pietzsch, Vize-Chefin des Stadtplanungsamts. Allerdings bestätigt sie, dass es – „wie so oft bei Bauarbeiten im Bestand“– zu Verzögerungen gekommen ist. Grund sei eine Fernwärmeleitung der EVO, die höher gelegen habe als in den Plänen verzeichnet. Sigrid Pietzsch: „Wir mussten mit der EVO eine Lösung finden.“ Sie geht davon aus, dass die Verzögerungen, die auch dazu geführt hätten, dass auf der Baustelle nur wenige, sichtbare Arbeiten ausgeführt worden seien, den Gesamtzeitplan nicht beeinflussen. Der sieht vor, dass die Arbeiten auf dem 140 Meter langen Teilstück zwischen Geleitsstraße und Großer Marktstraße bis Ende des Jahres fertig sind.

Wie berichtet, sollen die Gehwege auf beiden Seiten von 2,20 Meter auf 2,60 bis 3,10 Meter verbreitert und Platz für 16 Ahornbäume geschaffen werden. Dafür fallen elf von 29 Parkplätzen weg. Insgesamt 1,12 Millionen Euro kostet der Umbau im 2. Bauabschnitt. Etwa ein Drittel wird über ein Städtebauförderungsprogramm finanziert, weitere 40 Prozent über Straßenbeiträge. Den restlichen Betrag bezahlt die Stadt. (mad)

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