SPD und Linke ziehen an einem Strang

Für bezahlbaren Wohnraum

Offenbach - Die Offenbacher Politik ist sich einig: Es müssen mehr Wohnungen gebaut werden. Uneinig ist man sich indes, in welcher Form das geschehen soll.

Während sich die FDP jüngst für den frei finanzierten Wohnungsbau stark gemacht hat, sprechen sich SPD und Linke für geförderten aus. „Natürlich müssen wir weiter Wohnungen bauen“, stimmt SPD-Fraktionschef Andreas Schneider den Liberalen zu. Und auch die Forderung nach Nachverdichtungen und Ausweisung neuer Baugebiete sei völlig richtig. Aber hier endeten auch schon die Gemeinsamkeiten. Die FDP vernachlässige bewusst den geförderten Wohnungsbau. „Aber gerade hier müssen wir wieder vermehrt aktiv werden“, so Schneider.

In Offenbach seien in den vergangenen 20 Jahren viele geförderte Wohnungen aus der sogenannten sozialen Bindung gefallen. Diese Entwicklung werde sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. „Wir müssen daher durch öffentlichen Wohnungsbau gegensteuern“, fordert der Sozialdemokrat das Engagement der städtischen Baugesellschaft GBO.

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Auch die Linke sieht die GBO in der Pflicht: Es sei Aufgabe der GBO, in Fortführung der Gemeinnützigkeit bezahlbaren Wohnraum insbesondere für diejenigen bereitzustellen, die ein geringes Einkommen hätten, sagt Fraktionsvorsitzender Markus Philippi. Er kündigt einen Antrag im Stadtparlament an, der ein Monitoring der Nachfrage nach Sozialwohnungen einfordert. Zudem sprich sich Philippi für den Ankauf von Belegungsrechten aus. So könnten Wohnungen in die Sozialbindung genommen und so dezentral günstige Wohnungen geschaffen werden. (mad)

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