Erfreuliche Zahlen in jüngstem Geschäftsbericht

Magnetwirkung des Ring-Centers ungebrochen

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1120 Parkplätze, gute Erreichbarkeit und der Mieter-Mix stimmt offensichtlich: Das 1999 eröffnete Ring-Center, erbaut auf dem ehemaligen Stahlbau-Lavis-Gelände, aus der Vogelperspektive. Das Fachmarkt-Zentrum kann sich in Offenbach weiter behaupten.

Offenbach - Während sich große Teile des Einzelhandels in der Innenstadt abstrampeln müssen, befindet sich das Ring-Center auch im 17. Jahr seines Bestehens auf der Erfolgsspur. Davon kündet der jüngste Geschäftsbericht.

Egal, ob runderneuertes KOMM oder Rewe-Märkte, die in der Nähe eröffnet haben – dem Ring-Center kann die Konkurrenz offenbar nichts anhaben. Sie habe sich nicht nachteilig auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt, heißt es im Geschäftsbericht. Ankermieter am Odenwaldring sind Rewe, der für fast drei Viertel der Mieteinnahmen von rund 4,9 Millionen Euro verantwortlich ist, sowie der im November 2014 eröffnete Saturn. Die Filialen von Klier (Friseur), Siemes (Schuhe) und Takko (Textilien), konnten laut Bericht 2014 und 2015 im Vergleich zu anderen Standorten überdurchschnittlich hohe Umsätze erwirtschaften. Die Siemes-Filiale zähle gar zu den Top 30 Standorten des Unternehmens in Deutschland.

Sorgenkind ist alleine der Schuh-Anbieter Reno. Weil die Umsätze unter den eigenen Erwartungen geblieben seien, habe das Unternehmen zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt, heißt es. Um einen Nachfolger wird man sich wohl nicht lange bemühen müssen: „Bestehende Mieter äußerten bereits den Wunsch, ihre derzeitigen Flächen zu erweitern. Zudem liegen mehrere Anfragen von namhaften Filialisten – überwiegend aus dem Textilbereich – vor“, schreibt der Eigentümer, die TED Grundstücksverwaltungsgesellschaft, in seinem Bericht.

Dass sich das zu 100 Prozent vermietete Fonds-Objekt Ring-Center auch für die 760 Anleger rentiert, belegen weitere Zahlen: Die Einnahmen-Überschussrechnung schließt mit einem Plus von rund 1,2 Millionen Euro, die Liquiditätsreserve liegt bei sechs Millionen Euro. Anleger können sich über eine Ausschüttung von sechs Prozent freuen.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Für die erfreuliche Bilanz sorgen zudem Einsparungen beim Reparaturaufwand: Die nach 15 Jahren für die Immobilie kalkulatorisch vorgesehene Großreparatur, für die 1,6 Millionen Euro eingeplant waren, sei nicht angefallen, heißt es im Geschäftsfbericht. Dass hier dennoch insgesamt 214.000 Euro Kosten aufliefen, ist der Ertüchtigung des Tragwerks für die Saturn-Mietfläche geschuldet, die mit etwa 168.000 Euro zu Buche schlug.

Center-Manager Michael Relic verrät im Geschäftsbericht auch das Geheimnis des Erfolgs: Entscheidend seien die gute Lage, eine ansprechende Architektur sowie ein „brillanter Mietermix“. Zu den Rahmenbedingungen zählen für ihn Sauberkeit, Sicherheit und ein hohes Maß an Serviceangeboten und Infrastruktur. Gleichzeitig müsse durch aktives Centermarketing ein Profil mit Wiedererkennungswert geschaffen werden. Für eine hohe Kundenfrequenz und längere Aufenthaltsdauer sorgten Events, Kinderveranstaltungen und nicht zuletzt die Center-Dekorationen.

mad

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