GBO gestaltet Spielplätze an ihren Häusern im Viertel neu

Mehr Spaß beim Toben im Nordend

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Das Vorbild für die folgenden Spielplatz-Renovierungen: Hinter dem GBO-Wohnhaus in Holzmassivbauweise in der Taunusstraße können Kinder aus dem Nordend schon herumtollen.

Offenbach -  Wo Wohnquartiere entstehen und Familien zuziehen, steigt auch der Bedarf an Spielplätzen: Im Nordend will die städtische Baugesellschaft GBO nun reagieren. Sie baut die an ihren Liegenschaften gelegenen Spielflächen für Kinder aus.

Er besticht durch Balancierparcours und Barfußpfad, Federwippen, eine Netzschaukel und sogar einen Rutschturm mit Kletterwand. Der Spielplatz zwischen den Wohnhäusern an Nordring und Taunusstraße der Gemeinnützigen Baugesellschaft GBO wurde mit dem Bau des ersten Wohnhauses in Holzmassivbauweise realisiert. Eingerahmt wird die Spielfläche von einer Sitzmauer, so dass Eltern zusammen mit ihren Kindern Platz zum Entspannen finden können. Der Spielplatz am Holzmassivhaus in der Taunusstraße 69 bis 71 ist der erste von mehreren Plätzen an Liegenschaften der GBO, die diese im Auftrag der Stadt im Nordend neu gestalten will. Oberbürgermeister Horst Schneider hatte angeregt, an GBO-Wohnkomplexe angeschlossene Grün- und Spielflächen zu erweitern und damit neue Angebote für die Kinder dieser Liegenschaften zu schaffen. Die GBO hat diesen Auftrag angenommen und 150.000 Euro für diese Maßnahmen in ihren Wirtschaftsplan eingestellt.

In den kommenden Wochen sollen nun die Spielplätze an den GBO-Bauten Lilistraße 57 bis 61 sowie Lilistraße 3 und 11 ausgebaut werden. Die zwei Spielflächen von rund 200 bis 400 Quadratmetern Fläche werden durch jeweils fünf neue Spielgeräte ergänzt. Vergangene Woche wurden die Geräte geliefert. Bei beständigem Wetter könne laut Stadt mit der Montage von vier neuen Federwippen, zwei Klettergerüsten, einer Schaukel und einem Rutschturm begonnen werden. An der Lilistraße 3 und 11 wird die Spielfläche zudem um ein Sonnensegel ergänzt. So können Kinder auch im Hochsommer auf der dann beschatteten Sandfläche unbeschwert spielen.

Bei der Neugestaltung der Flächen hat die GBO darauf geachtet, dass die Spielplätze sowohl über statische als auch dynamische Geräte verfügen. Auf diese Weise sollen die kognitiven, motorischen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden. Das breit gefächerte Angebot an Spielgeräten soll Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren ansprechen.

OB Horst Schneider begrüßt die Neugestaltung der Spielplätze, die dazu beitrage, Offenbach als attraktiven Wohnort im Rhein-Main-Gebiet zu etablieren. „Die GBO erweitert nicht nur kontinuierlich ihr Wohnungsangebot, sondern erhöht mit der Erweiterung der Spielplätze im Nordend auch das Angebot für Kinder – und damit die Wohnqualität im ganzen Quartier“, so Schneider.

Das Nordend: Ein Viertel im Umbruch

Denn Spielplätze und Grünflächen sind im Nordend rar gesät. Im Frühjahr vergangenen Jahres mussten zudem die Bauarbeiten am einzigen öffentlichen Spielplatz an der Johannes-Morhart-Straße, dem größten im Viertel, ausgesetzt werden. Nach Sanierungsbeginn stellte die Stadt im Boden industrielle Altlasten fest und vermutete zudem noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich. Für das Abtragen, Prüfen und Aufschütten des Bodens veranschlagte das Stadtplanungsamt fast 1,3 Millionen Euro. Seitdem liegt das Projekt auf Eis.

Nun gibt es für die Kinder im Quartier zumindest einige neugestaltete Alternativen. Damit das Toben für die kleinen Nordendbewohner zukünftig sicher ist, will die Stadtwerke-Tochter GBM die Spielplätze künftig regelmäßig kontrollieren. (jrd)

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