Ab 1. Juli gibt es elf zusätzliche Stationen

Netz für Leihräder in Offenbach ausgebaut

Offenbach - Statt Bus und S-Bahn spontan Miet-Rad fahren: Ab nächster Woche stellen die Stadtwerke für Fahrradbegeisterte noch mehr ausleihbare Vehikel zur Verfügung als bisher. Möglich macht’s der neue Partner DB Rent. Von Julia Radgen 

Mit 11 weiteren Stationen soll das System präsenter im Verkehrsnetz sein. Einmal registrieren, danach nur noch einen Code erhalten, eingeben und losfahren. Nicht mehr als 15 Sekunden soll die Ausleihe eines Fahrrads dauern, verspricht Björn Bender, Vertriebsleiter bei DB Rent. Die Bahntochter eröffnet gemeinsam mit dem Nahverkehrs-Unternehmen NiO der Stadtwerke am kommenden Samstag, 1. Juli, elf neue Fahrradleihstationen des Systems „Call a bike“. Zahlreiche Stationen für die roten Flitzer, mit einer Sieben-Gang-Schaltung und LED-Lichtern ausgestattet, finden sich im Innenstadtbereich; aber auch Bieber, Bürgel-Rumpenheim und Tempelsee bekommen einen Sammelplatz. Fünf Leih-Stationen sind an S-Bahnhöfen angesiedelt. „Das ist ein wichtiger Lückenschluss in der Mobilitätskette der Stadt“, lobt Bürgermeister Peter Schneider.

Jetzt locken insgesamt 13 Call a Bike-Stationen mit 78 Mieträdern, denn zwei gleicher Art bestehen bereits am Kaiserlei-Kreisel. Damit wird das bisherige Angebot deutlich ausgebaut. Das Prinzip eines Fahrradverleihsystems in Offenbach ist nicht neu: Bis dato gab es insgesamt 50 Leihfahrräder an sieben Stationen. Die hatte NiO beim Leipziger Unternehmen nextbike bestellt. Die Stationen des bisherigen Anbieters, dessen blaues Logo ein geflügeltes Velo zeigt, beschränkten sich auf Innenstadt und Kaiserlei. Sie wurden überwiegend ins neue Streckennetz übernommen.

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Alles andere als beflügelnd muss die Zusammenarbeit mit dem Anbieter für NiO gewesen sein. „Die Vertragssituation mit nextbike war schon länger offen“, sagt Geschäftsführerin Anja Georgi. Die Kommunikation sei nicht so wie gewünscht verlaufen. Umso mehr Lob hat die NiO-Chefin für den „neuen starken Partner“, mit dem ein Vertrag über zunächst drei Jahre geschlossen wurde. Zudem gebe es die Option, drei weitere Fahrradstationen einzurichten. DB-Rent-Mann Bender lobt vor allem das „vernetzte System“ der hauseigenen Marke. Das entliehene Rad, das über GPS mit der Entleihstation kommuniziert, könne man überall zurückgeben – auch in der Nachbar-Metropole. Daniela Matha, Geschäftsführerin der OPG, die das Hafenviertel entwickelt, hofft eher, dass Frankfurter mit Leihrad dem Hafen-Quartier einen Besuch abstatten: „Das System ist zukunftsorientiert und passt super zum hiesigen Radweg.“ Für einen künftigen Ansturm ist man gewappnet: Neben der Station an der Hafentreppe ist bereits eine weitere auf der Inselspitze geplant.

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