OFC-Oktoberfest und Presse-Treff

Der Berg erbebt in Weiß-Blau

Offenbach - Nicht nur Bayern können feiern: Hessen darf man nie vergessen! Ein ganzes Wochenende lang stand das Sparda-Bank-Hessen-Stadion, sonst rot und weiß dominiert, im Zeichen der Farben Weiß und Blau. Abschluss war am Sonntag mit dem Presse-Treff unserer Mediengruppe. Von Markus Terharn 

„So e schee Musigg, da geht aanem des Herz uff!“ Robert Kemmerer ist ganz begeistert von den Klängen der Original Münchholzhäuser Blaskapelle. Mit Gattin Elfriede schlägt er am Sonntag drei Fliegen mit einer Klappe: „Wir sind waschechte Offenbacher, Kickersfans mit Dauerkarte und Leser der Heimatzeitung. Schon mein Vater hat die Offenbach-Post abonniert, unser Sohn die Hanau-Post“, erzählt der Rentner, der versichert, „noch nie in Frankfurt“ gewesen zu sein. Was soll er auch dort, wenn die Wiesn in Offenbach liegt? In München ist das Oktoberfest bereits vorbei, wenn es hier erst richtig losgeht.

Talk mit Daniel Endres, Andreas Herzog, Seppl Weilbächer und Moderator Jochen Koch (von links)

Und zwar am Freitagabend mit der Betriebsfeier der Sparda-Bank Hessen. Der Namenssponsor der Fußballstätte hat ein zünftiges Festzelt hinter der Waldemar-Klein-Tribüne aufschlagen lassen. Tischdecken, Wimpel und Luftballons in bajuwarischen Landesfarben sorgen für das passende Ambiente. Auf der Speisekarte stehen Haxn und Hendl, Weißwurst und Obazda, dazu fließt Bier aus dem Allgäu. Wie’s den 400 Mitarbeitern gefallen hat, will Vorstand Jürgen Weber zwar nochmal erfragen. Er selbst zeigt sich jedenfalls so begeistert, dass die Tendenz lautet: Fortsetzung folgt.

Auch das „1. Offenbacher Oktoberfest am Bieberer Berg“ am Samstagabend dürfte nicht das letzte gewesen sein. 900 bis 1000 Gäste feiern bis halb eins im restlos ausverkauften Zelt so fröhlich wie friedlich. Dirndl und Lederhose sind Pflicht. Keiner bleibt sitzen, auf den Bänken wird gestanden, geklatscht, geschunkelt, gesungen. Stadion-Betriebsleiter Andreas Herzog ist noch am Morgen danach sichtlich geplättet: „So eine Superstimmung, das hätte ich nie gedacht!“

Oktoberfest beim OFC

Oktoberfest beim OFC

Kein Wunder, dass für viele Feierwütige am Sonntag erstmal Ausschlafen angesagt ist. Andere bekämpfen dagegen, einen alten Tipp befolgend, den Nachdurst beim Frühschoppen – zusammen mit denen, die nicht dabei gewesen sind. Auf sie warten Redakteure unserer Zeitung, an der Spitze Chefredakteur Frank Pröse, allzeit bereit zu einem kleinen Plausch über Pressefragen.

Auch da zündet die Musik. Polkas und Märsche aus Bayern und den Nachbarländern, von Böhmen über Ungarn bis Österreich, lassen Füße mitwippen und das freundliche Servicepersonal das eine oder andere Tänzchen wagen. Zu denen, die sich prächtig unterhalten, gehört das Ehepaar Stratmann, Westfalen mit Wahlwohnsitz Obertshausen und ebenfalls treue Leser. „Schön auch, dass der Eintritt frei ist“, freut sich Astrid Stratmann und greift wie ihr Mann Ulrich zu einer Brezn aufs Haus.

Presse-Treff im Oktoberfestzelt

Presse-Treff im Oktoberfestzelt

So schön wie hier kann’s in München gar nicht sein: Für Stimmung im Festzelt sorgt die Original Münchholzhäuser Blaskapelle mit Dicke-Backen-Musik, dass es nur so kracht.

Zum Schulterschluss von OP und OFC bittet Sportchef Jochen Koch auf die Bühne. Er interviewt Kickers-Keeper Daniel Endres, der vom tollen Lauf der Mannschaft nicht überrascht ist, und den DFB-Pokalsieger von 1970 Seppl Weilbächer, der in Erinnerungen an den größten Erfolg der Vereinshistorie schwelgt. Mit Stadionchef Herzog sind sie sich einig: Der Aufstieg ist in dieser Saison möglich. Danach soll’s erneut einen Presse-Treff auf dem Bieberer Berg geben. Thomas Kühnlein, Geschäftsführer unserer Zeitung, arbeitet dran.

Rubriklistenbild: © Georg

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