Geschlagen, mit Waffe bedroht, Haschisch versteckt

Polizei findet reichlich Drogen bei Raubopfern

Offenbach - Zunächst sieht alles nach einem „einfachen“ Raubüberfall aus, als die Polizei am Montag eine Wohnung an der Marienstraße betritt. Dann allerdings beweisen die Beamten den richtigen Riecher - und finden in einer abgeschlossenen Dachkammer Drogen.

Eine überraschende Wendung nahmen am Montag Ermittlungen, die zunächst nach einem Raubüberfall ausgesehen hatten. Die Ordnungshüter kamen am frühen Vormittag in ein Haus an der Marienstraße. Mehrere Personen waren in die Wohnung gestürmt. Die Täter hatten vier dort anwesende Männer geschlagen und mit einer Schusswaffe bedroht; vor ihrer Flucht vernebelten die Angreifer alle Räume mit Pfefferspray. Schon kurz nach ihrem Eintreffen nahmen die Beamten zwischen dem Reizgas noch einen anderen, ihnen hinreichend bekannten Geruch wahr - Marihuana.

Sogleich schauten die Polizisten bei den Raubopfern nach und fanden einen kleinen Brocken Haschisch und etwa 80 Gramm Marihuana. Das führte dazu, dass nun alle zur Wohnung gehörende Räume abgesucht wurden - mit Erfolg. In einer verschlossenen Dachkammer stießen die Fahnder auf drei Kilo Haschisch sowie die gleiche Menge „Gras“. Die Drogen waren recht professionell verpackt und ließen bei den Ermittlern den Verdacht des Rauschgifthandels aufkommen. Die 22 bis 28 Jahre alten Verdächtigen mussten zunächst mit zur Wache, wurden später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kripo prüft nun, wem der gefundene Stoff gehört und ob die Drogen der eigentliche Hintergrund für den Überfall war. Die Räuber sind auf freiem Fuß. eml

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