Gegen Eingliederungs-Pläne des OB

Tansania pocht auf Umweltamt

Offenbach - Überlegungen des Oberbürgermeisters zur künftigen Verteilung von Verantwortlichkeiten im Magistrat erregen den Widerspruch der Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern.

Wie unsere Zeitung berichtete, erwägt Sozialdemokrat Horst Schneider, das Umweltdezernat seinem Stadtentwicklungsdezernat anzugliedern. Die Spitzen von Tansania sind damit gar nicht einverstanden: Das könnte einen großen Bedeutungsverlust des Amts für Umwelt, Energie und Klimaschutz bedeuten, wenn nicht gar seine Auflösung, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben der Fraktionsvorsitzenden Peter Freier, Ursula Richter, Oliver Stirböck und Annette-Schroeder-Rupp. Zwar stehe dem Oberbürgermeister laut Hessischer Gemeindeordnung als Vorrecht die Neuzuteilung von Verantwortlichkeiten zu. Doch ein solcher Schritt hätte noch Koalitionsansicht gravierende Folgen für die Stadt.

Das Umweltamt, so heißt es weiter, erfülle Aufgaben als Untere Naturschutzbehörde und Untere Wasserbehörde, im Arten-, Altlasten-, Boden- und Immissions- und Klimaschutz sowie für Erhalt und die Pflege des Naturschutzgebiets Schultheisweiher und die Umweltbildung. Zudem sei das Amt Geschäftsstelle der AG Fluglärm, betonen die CDU und ihre Partner: Keine andere Stadt in Hessen leide wie Offenbach unter Fluglärm. Auch die Luftreinhaltung bleibt in einer Großstadt wie Offenbach wichtiges Thema.

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„Die effiziente Aufgabenerfüllung des Umweltamts ist unverzichtbar“, hat CDU-Fraktionschef Peter Freier erkannt: „Wenn es auch weiterhin um offensive Arbeit für öffentlichen Nahverkehr und Aufenthaltsqualität in der Stadt gehen soll, brauchen wir das Umweltamt.“

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tk

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