Tierischer Zuwachs für Familie Kaspczak

Auf die Krähe gekommen

+
Schnabel auf: Bei der Rumpenheimer Familie Kaspczak fühlt sich die Krähe sichtlich wohl.

Rumpenheim - Normalerweise heißt es ja: „Jemand ist auf den Hund gekommen.“ Die Familie Kaspczak ist allerdings auf die Krähe gekommen. Was nicht unbedingt viel weniger Arbeit bedeutet.

Bei einem Spaziergang in der Nähe der Rumpenheimer Fähre fiel der Familie eine junge, flugunfähige Krähe auf. Wahrscheinlich war sie aus dem Nest gefallen und lief Gefahr, von umherlaufenden Hunden getötet zu werden. Kurzerhand nahm man die Krähe mit nach Hause und baute einen Stall als Unterkunft für den Vogel. Dann ging die Arbeit aber erst richtig los. Kaspczaks erkundigte sich, was die Krähe als Futter benötigt und fütterte fortan viermal täglich. Schnell waren sie als Familie anerkannt und das (Futter-) Geschrei ging los, sobald sich jemand dem Stall näherte. Schließlich bekam der Rabenvogel auch noch Flugstunden im heimischen Garten „verordnet“, denn er soll ja bald wieder in die Natur entlassen werden...

Selten ist dabei allerdings nur die „tierische geschichte“: Laut BUND gehören Krähen - neben Elstern - heute zu den Vogelarten, die sich erfolgreich in unseren Städten ansiedeln konnten. Obwohl viele Menschen diese großen und manchmal auch „bedrohlich“ wirkenden Vögel ungern in der Stadt sehen, sind sie Teil der Natur. Zudem gelten diese Rabenvögel als sogenannte Gesundheitspolizisten. Sie fressen das Aas und die Kadaver anderer Tiere. mk 

Tieren ein neues Zuhause schenken: Adoptieren oder kaufen? 

Kommentare