Offenbacher Lärm-Antrag abgesegnet

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Offenbach - Die Fluglärmkommission hat gestern grünes Licht für den Antrag der Stadt Offenbach gegeben, der eine bessere technische Mindestausstattung der am Frankfurter Airport landenden Flugzeuge fordert.

Bürgermeister Peter Schneider hatte beantragt, die geänderte Ausstattung der Flugzeuge ab dem Flugplan 2019/2020 zu fordern. Damit sollen variantenreichere Anflugverfahren möglich werden, die über Offenbach weniger Lärm verursachen. Dies würde dadurch erreicht, dass die Stadt zu bestimmten Zeiten nicht über-, sondern umflogen werden könnte, ohne dabei Nachbarkommunen übermäßig zu belasten. Der Flughafenbetreiber Fraport könnte mit dieser Änderung von den in Frankfurt landenden Airlines längst fällige Standards verlangen. Dies diene auch der Wirtschaftlichkeit und der Sicherheit des Flugverkehrs, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Entscheidend ist aber, dass weniger Menschen von unzumutbarem und gesundheitsschädlichem Fluglärm betroffen sind“, so Schneider. „Eine Modifizierung der Betriebsgenehmigung des Frankfurter Flughafens wird in die Prüfung des Antrags einzubeziehen sein.“ Die Fluglärmkommission forderte zudem, die Einführung satellitengestützter Präzisionsanflugverfahren durch eine Erhöhung der GBAS-Ausrüstungsquote (bodengestütztes Korrektursystem) bei den Jets mit Anreizen zu fördern. Damit sollen kurz- und mittelfristig lärmärmere Anflugverfahren in größerem Umfang möglich werden. (sjm)

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