Konzertreihe im Capitol auf „LänderReisen“

Offenbacher lieben ihre Classic Lounge

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Ralph Philipp Ziegler, Daniela Matha, Regina Preis, Dirk Eisermann und Birgit von Hellborn präsentieren das neue Programm.

Offenbach - Auf musikalische „LänderReisen“ begibt sich die Neue Philharmonie Frankfurt in der elften Spielzeit der Konzertreihe „Capitol Classic Lounge“.

Von Italien führt die Route in Sinfonie- und Themenkonzerten, in „Weihnachts Lounge“ und „Cinema Lounge“ über Russland, England und Frankreich zurück an den Apennin. Unterwegs war auch Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen „Italienische“ Sinfonie Nr. 4 op. 90 Reiseeindrücke einfängt. Sie ist der Schwerpunkt eines Abends am 9. Oktober, der unter Leitung von Jens Troester das „Dolce Vita“ feiert und von Nino Rotas Musik zum gleichnamigen Fellini-Film eröffnet wird. Rotas Konzert für Harfe und Orchester, Solist ist Andreas Mildner, steht ebenso auf dem Programm wie Gioacchino Rossinis Ouvertüre zum „Barbier von Sevilla“. Rolf Rudins Auftragskomposition für Harfenist Mildner und Christian Wissel am Marimbaphon verspricht ein prickelndes „Scherzettino“.

„Tierisch!“ wird es am 6. November, wenn Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ das Capitol erobert. EM-Präsentator Matti Klemm spricht Loriots humorvollen Begleittext. Quer durch die Fauna geht es mit John Williams’ „Hedwigs Theme“ aus „Harry Potter“, Ralph Vaughn Williams’ „The Vasp“ (Die Wespe) sowie Nikolai Rimski-Korsakows „Hummelflug“ in Charlie Chaplins Bearbeitung. Als Uraufführung schürt Jens Troesters „Arachnophonia“ Ängste vor Krabbeltieren.

„Winterglitzern“ verspricht das Gastspiel des renommierten Cellisten Eduardo Vasallo, Mitglied des Birmingham Symphony Orchestra, in der „Weihnachts Lounge“ am 11. Dezember. Peter Tschaikowskys „Schneeflöcken-Suite“ und „Variationen über ein Rokoko-Thema“ feiern wie Ignaz Reimanns Pastoralmesse C-Dur, Arnold Bax’ „Weihnacht in den Bergen“ und Vaughn Williams’ „Fantasia on Christmas Carols“ russische, schlesische, irische und englische Weihnacht, stimmungsvoll präsentiert vom Fuldaer Domchor. „Tatort“-Kommissar Oliver Mommsen wird dafür sogar zum Märchenerzähler. Die Leitung hat Steven Lloyd Gonzalez.

Rupert Julians Stummfilm „Das Phantom der Oper“ (1925) zur Musik von Carl Davis aus dem Jahr 1996 verspricht „Entsetzen, pures Entsetzen“ in der „Cinema Lounge“ am 12. Februar 2017. Gänsehaut dürfte auch die Panorama-Lounge „SagenHaft“ am 19. März mit Carl Maria von Webers „Freischütz“, mit Franz Schuberts/Max Regers „Erlkönig“, Edvard Griegs „Landerkennung“ sowie Carl Loewes „Erlkönig“ und Hans Pfitzners „Odins Meeresritt“ hervorrufen. Bariton Klaus Mertens und der Kammerchor DelicaTon verbreiten Stimmglanz, während die Uraufführung von Rolf Rudins „Am Ende des Tages“ den emotionalen Klang des Englischhorns zelebriert.

Die mittlerweile zu den gefragtesten Dirigentinnen zählende Anna Skryleva steht am 14. Mai 2017 bei der Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ mit der Frankfurter Singakademie und Solisten am Pult. Rhythmus und Tempo versprechen zudem die „Gayaneh-Suite“ und der „Säbeltanz“ des Russen Aram Chatschaturjan.

Zum Offenbacher Lichterfest im August 2017 schließlich feiert die Neue Philharmonie „Die Rückkehr des Belcanto“ mit Puccini-Arien, Filmmusik von Ennio Morricone und Italo-Schlagern. Spätestens dann leben die Offenbacher das „Dolce Vita“, die „ihre“ ClassicLounge ins Herz geschlossen haben, wie steigende Abonnentenzahlen zeigen. Mehr als die Hälfte der Karten gehen im Abo weg. Der leichte Preisanstieg zur neuen Saison dürfte diese erfreuliche Tendenz nicht wesentlich schmälern. (cm)

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