Festnahme bereits im Oktober

Offenbacher wegen Kriegsverbrechen in Syrien angeklagt

Offenbach - Aria L. soll im syrischen Bürgerkrieg mit aufgespießten Köpfen posiert haben. Jetzt wurde der 21-jährige Offenbacher von der Bundesanwaltschaft angeklagt: Es bestehe der Verdacht, Kriegsverbrechen begangen zu haben, so die Behörde. 

Bereits im Oktober wurde Aria L von einer Elite-Einheit in einer Wohnung in Offenbach festgenommen. Jetzt hat die Bundesanwaltschaft in Frankfurt den 21-Jährigen angeklagt, der im syrischen Bürgerkrieg vor aufgespießten Köpfen für ein Foto posiert haben soll. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann ein Kriegsverbrechen begangen habe, teilte die Behörde heute in Karlsruhe mit. Der Deutsche sei im Frühjahr 2014 nach Syrien gereist, um sich islamistischen Milizen anzuschließen.  Die Anklage wurde am 12. Februar vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt erhoben. Ein Bekannter aus Deutschland soll den 21-Jährigen in Syrien an der Waffe ausgebildet haben.

Wenig später ließ er sich laut Bundesanwaltschaft mit diesem Mann und einer dritten Person vor den Köpfen zweier im Krieg getöteter Menschen ablichten, die auf Metallstangen aufgespießt waren. Eins der Fotos stellte er über ein soziales Netzwerk ins Internet. Seit seiner Festnahme sitzt Aria L. in Untersuchungshaft. (dpa)

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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