Hochkarätiges Programm lockte Besucher

Offenbacher Woche: Die Musik gehört dazu

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Offenbach - Dass die Offenbacher Woche nicht nur zum Finale am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag einen Besuch wert war, bewiesen die Tage zuvor, als vor allem das bunte Musikprogramm in die Innenstadt lockte. Von Peter Klein 

Hält das Wetter oder hält es nicht, dürfte sich nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage so mancher gefragt haben. Doch Petrus hatte es gut mit den Offenbachern gemeint. Bis auf einen Platzregen am Samstagnachmittag blieb es trocken. Hans-Jörg André vom gleichnamigen Musikhaus nimmt es gelassen: Auf der Bühne im Hinterhof spielen am Samstag die Bigband der Musikschule, das Salon-Orchester und Second Swing. Als der Platzregen niedergeht, rücken alle unter den Pavillons etwas enger zusammen. „Wir machen das Hoffest jetzt schon zum 20. Mal und davon hatten wir gefühlt nur drei oder vier Mal stabilen Sonnenschein“, so André. Stolz ist er auf die „Return to Music“-Bands, ein Projekt, das er mit initiiert hat. Menschen die aus beruflichen Gründen lange mit dem Musizieren aufgehört haben, finden sich wieder in Bands zusammen. So wie Second Swing. Als sie gegen 18 Uhr beginnen, die Gäste mit jazzigen Tönen zu unterhalten, hat man das Gefühl, es habe nie geregnet.

Zum Auftakt der Offenbacher Woche am Donnerstag läuft es – fast schon traditionell – eher ruhig: Die ersten Würste liegen auf den Grills, an den Ständen werden Getränke vorbereitet. Doch als am Freitagabend die „Gypsys“ auf der Bühne vor dem Rathaus loslegen sind die Biertische davor komplett besetzt. Mit ihren englischen und spanischen Songs haben sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Die ersten Gäste tanzen vor der Bühne. Eine Stimmung die an dem Abend von Sydney Youngblood noch gesteigert wird. Der Amerikaner singt nicht nur eigene Songs, sondern macht mit Medleys quer durch die Pop und Rock Geschichte Stimmung.

Fotos zur Offenbacher Woche 2016

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Klaus Kohlweyer, Mit-Organisator vom Gewerbeverein Treffpunkt, möchte am Samstag vor dem Ende der Veranstaltung grundsätzlich noch kein Resümee ziehen, gibt aber zu, dass er schon die Luft angehalten habe, als der Platzregen niederging. Nun gibt er sich wieder optimistisch. „Wenn es am Abend, wenn die Schürzenjäger spielen, trocken bleibt, wird das ein Erfolg“, ist Kohlweyer sich sicher. Er betont noch einmal, wie hochkarätig das Programm ist: „Wenn Sie ein Konzert von den Schürzenjägern besuchen, zahlen sie bestimmt 40 Euro, und für Sydney Youngblood wohl nicht weniger. Die Offenbacher bekommen das umsonst.“

Tatsächlich, als dann am Samstagabend der österreichische Musikexport die Bühne betritt, stehen die Besucher zwischen Bühne und Marktständen dichtgedrängt. Die Schürzenjäger danken Petrus, dass er Offenbach vom Regen verschont.

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