A3 im Rhein-Main-Gebiet

Politik und Wirtschaft für Ausbau

+

Offenbach/Hanau - In dieser Woche hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den neuen Bundesverkehrswegeplan in den Bundestag eingebracht.

Bis zum Jahr 2030 sollen Straßen, Schienen und Wasserwege in Deutschland demnach mit fast 270 Milliarden Euro ausgebaut und in Schuss gehalten werden. Der weitere Ausbau der überlasteten A3 zwischen Hanau und Offenbach ist – im Gegensatz zum Teilstück zwischen Frankfurter und Offenbacher Kreuz – darin nicht vordringlich geplant, sehr zum Leidwesen von Politikern und Wirtschaftsvertretern aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Der Seligenstädter FDP-Landtagsabgeordnete René Rock etwa hat in dieser Woche im Landtag vor „Dauerstau“ zwischen der Anschlussstelle Hanau und dem Offenbacher Kreuz gewarnt. Er forderte die Landesregierung auf, sich für den achtspurigen Ausbau einzusetzen. Dieser müsste in den „Vordringlichen Bedarf - Engpassbeseitigung“ des Bundesverkehrswegeplans Einlass finden. Es sei „ungeheuerlich“, dass die schwarz-grüne Landesregierung mit Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) trotz entsprechender Forderungen aus der Region dafür nichts tue. Die nun begonnenen Beratungen im Bundestag seien die „letzte Chance“.

Deutsche Autobahn: Rekorde und Mythen

Ins gleiche Horn stoßen die SPD-Bundestagsabgeordneten Sascha Raabe (Wahlkreis Hanau) und Jens Zimmermann (Wahlkreis Odenwald). Gemeinsam appellierten sie Anfang September an Dobrindt, die knapp zehn Kilometer von Hanau nach Offenbach in den „Vordringlichen Bedarf“ aufzunehmen. Raabe: „Die Strecke ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Täglich stehen viele Pendler aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis im Stau. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Und das muss im Verkehrswegeplan berücksichtigt werden.“

Lesen Sie dazu auch:

Die verengte Hauptschlagader: 97 Unfälle in zwei Monaten

Auch die Wirtschaft drängt auf acht Spuren. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Offenbach sowie Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern forderten zum Start der Beratungen im Bundestag den Ausbau zwischen Offenbach und Hanau. Der Offenbacher IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner verwies dabei auf den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs in der Region von fast zehn Prozent. Zudem könnte im Zuge des Ausbaus der Lärmschutz an der A3 verbessert werden. re

Kommentare