LKA nach Kurden-Marsch in Ermittlungen einbezogen

Polizeieinsatz in Offenbach gibt weiter Rätsel auf

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Ein Bild des Polizeieinsatzes in der Kaiserstraße.

Offenbach/Freigericht - Noch immer sind viele Fragen nach dem Polizeieinsatz am Samstag in Offenbach offen. Die Beamten geben nur sehr dezent Auskünfte über die Hintergründe.

Der großangelegte Polizeieinsatz in der Offenbacher Kaiserstraße am Samstagabend gibt auch zwei Tage danach noch Rätsel auf. Auch laut heutigen Angaben der Beamten sei der Anlass für die Zusammenkunft von 200 bis 300 jungen Menschen in Offenbach noch unbekannt. „Es handelte sich um eine spontane Versammlung“, sagte ein Sprecher nur. Immerhin bestätigte er einen Bericht der „Bild-Zeitung“, wonach es sich bei den jungen Menschen hauptsächlich um Kurden gehandelt habe. Diese waren am Samstag um kurz nach 21 Uhr vom Main über die Kaiserstraße in Richtung Bahnhof gezogen. Die alarmierte Polizei bekam dies mit und kontrollierte die Kurden. Wohin genau sie unterwegs waren, ist der Polizei angeblich nicht bekannt. „Ein Ziel war nicht erkennbar“, hieß es gegenüber unserer Zeitung. Klar ist nur: Alle Anwesenden bekamen ein Platzverweis für die gesamte Stadt Offenbach ausgesprochen. Das wurde brav befolgt. Teilweise waren die Kurden bis aus Südhessen nach Offenbach gekommen.

Wie die „Bild-Zeitung“ heute berichtete, habe die Gruppe gegenüber den „Osmanen Germania“ Stärke zeigen wollen. Diese wiederum hatten sich am Samstagmittag in Freigericht-Bernbach (Main-Kinzig-Kreis) an einem Angelweiher getroffen, um dort ihr einjähriges Bestehen zu feiern. Die „Osmanen“, ein selbsternannter Boxclub mit rockerähnlichen Strukturen, gründeten sich vor knapp einem Jahr in Dreieich. Die Feierlichkeiten mit hunderten anwesenden Rockern wurden von einem großen Polizeiaufgebot begleitet - es blieb alles friedlich. 

Ob die von der „Bild“ genannten Zusammenhänge zwischen dem Osmanen-Treffen und dem Kurden-Marsch tatsächlich wahr sind, darüber lässt sich nur spekulieren. Die Polizei gibt jedenfalls keine Auskünfte in einer derartige Richtung. „Der Anlass für die Zusammenkunft ist unbekannt“, wiederholte der Sprecher nur. Es habe sich bei dem Einsatz in Offenbach um eine präventive Maßnahme gehandelt. Außer zwei zu Boden geworfenen Messer wurde nichts gefunden, auch die Kontrollen verliefen ohne Zwischenfälle. Wie sehr die Ermittler der Kurden-Marsch in Offenbach beschäftigt, zeigt jedoch ein kleines Detail: Mittlerweile ist auch das Hessische Landeskriminalamt (LKA) eingeschaltet.

Bilder: Polizeieinsatz in der Kaiserstraße wegen Jugendlichen

dani

  

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