Urteil erst Ende August erwartet

Befangenheitsantrag verzögert Mark-Herbert-Prozess

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Ein Bild des Prozessauftaktes.

Darmstadt/Offenbach - Der Prozess um brutale Schläge beim Aussichtsturmfest in Offenbach zieht sich länger hin als geplant. Die Verteidiger von Sven R. stellten heute vor dem Landgericht Darmstadt mehrere Anträge, darunter ein Befangenheitsantrag gegen einen Sachverständigen.

Das Gericht setzte daraufhin weitere Verhandlungstermine für August an. Das Urteil wird nun erst für den 29. August erwartet. Plädoyers und Urteil, die ursprünglich heute erwartet worden waren, gab es nicht. Angeklagt ist der 30 Jahre alte Sven R.. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor, weil er Kopf und Körper von Mark Herbert beim Aussichtsturmfest 2012 mehrmals mit voller Wucht gegen die Wand des Turmes geschlagen haben soll. Der Angeklagte hatte vor Gericht von einem tragischen Unfall gesprochen. Ein Gerichtsmediziner hatte dagegen die Version des Opfers und auch der Anklage anhand der Verletzungsmuster für nachvollziehbar gehalten. Gegen diesen Gutachter, den das Gericht noch ein zweites Mal hören wollte, stellte die Verteidigung nun einen Befangenheitsantrag.

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Dessen Ausführungen, wie die Verletzungen bei Herbert zustande kamen, ließen sich in der wissenschaftlichen Literatur nicht belegen, sagte Anwalt Heinz-Jürgen Borowsky. Zudem verlangte er die Verlesung von Vernehmungsprotokollen des Opfers, weil diese im Widerspruch zu der in der Hauptverhandlung gemachten Schilderung des Vorfalls stünden. Die Entwicklungen des heutigen Tages können Sie noch einmal in unserem Ticker nachlesen. (dpa)

Archivbilder des Prozessauftakts

Bilder: Prozess gegen Schläger von Mark Herbert 

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