Anklage wegen versuchten Totschlags gegen Sven R.

Mark Herbert: Schläger steht ab heute vor Gericht

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Offenbach/Darmstadt - Der Offenbacher Mark Herbert sitzt nach brutalen Schlägen und Tritten im Rollstuhl. Der mutmaßliche Täter steht ab heute Mittag vor Gericht.

Weil er sein Opfer in den Rollstuhl geprügelt haben soll, muss sich der 30-jährige Sven R. vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf versuchten Totschlag. Ab 13 Uhr beginnt der Prozess heute vor dem Landgericht in Darmstadt. Zuvor hatte sich dieser mehrere Male verzögert. Sven R. soll den damals 23-jährigen Mark Herbert beim Aussichtsturmfest in Offenbach 2012 mit Tritten und Schlägen drei Halswirbel gebrochen haben. Das Opfer sitzt seither im Rollstuhl. Zwar erhielten die Ermittler schon kurz nach der Tat mehrere anonyme Hinweise auf den 30-jährigen Berufskraftfahrer, zumal er bereits vorher wegen anderer Gewaltdelikte aufgefallen war. Doch trotz mehrerer öffentlicher Aufrufe in den Medien und einer bewegenden Videobotschaft des Opfers bei einem Fußballspiel der Offenbacher Kickers war lange Zeit niemand bereit, sich namentlich zu melden und eine vor Gericht verwertbare Aussage zu machen. Erst rund drei Jahre nach der Tat wurde der mutmaßliche Täter Sven R. im Herbst 2015 festgenommen.

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Zu dem Haftbefehl hatten unter anderem Hinweise nach der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ geführt, in der der Fall präsentiert wurde. Auch unsere Zeitung hatte etliche Male berichtet. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat der 30-jährige Sven R. in der Vernehmung eingeräumt, dass es zu einer Auseinandersetzung bei dem Fest gekommen war. Hintergründe und Entwicklung des Streits habe er aber anders dargestellt. Im Fall einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe. Angesetzt sind sieben weitere Verhandlungstage (24.6., 30.6., 6.7., 12.7., 13.7., 20.7. und 27.7.). Das Urteil könnte also Ende Juli fallen.

dpa/dani

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