Müll hat Anwohner beunruhigt

Wegen Mietwucher und Steuerhinterziehung vor Gericht

Offenbach - Zwei Männern aus Offenbach und Frankfurt wirft die Staatsanwaltschaft Mietwucher und Steuerhinterziehung vor. Der 41- und der 57-Jährige müssen sich seit gestern vorm Darmstädter Amtsgericht verantworten.

Sie sollen Zimmer für ein Vierfaches der Durchschnittsmiete an Bulgaren vermietet haben. Die mutmaßlichen Wucherer sollen die Unerfahrenheit der Zuwanderer ausgenutzt haben. Gerichtssprecher Günther Ganster zufolge wird ihnen vorgeworfen, 20 Quadratmeter große Zimmer in ihrer Offenbacher Immobilie für 500 Euro pro Monat angeboten haben. Ein Massenlager soll es dort jedoch nicht gegeben haben. „Vorstellen kann man sich das wie in einer Studenten-WG“, vergleicht Ganster. Jeder Bewohner habe ein eigenes Zimmer gehabt, Bad und Küche habe man sich geteilt. Dennoch hat das Haus wegen überfüllter Mülltonnen und sichtlich vielen Mietern Aufmerksamkeit bei den Anwohnern geweckt. „Die haben sich dann an die örtlichen Behörden gewandt“, schildert der Sprecher, wie die Ermittler den angeklagten auf die spur gekommen sind. Am Dienstag, 6. September, sollen betroffene Mieter als Zeugen aussagen. san

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Rubriklistenbild: © dpa

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