Kooperation zwischen Lions-Club und SG Wiking

Offenbacher Renntage: Erst Enten, dann Drachen

+

Offenbach - Am Wochenende des 11. und 12. Juni ist Hochbetrieb auf dem Main. Während sich am Samstag tausende Plastikenten ein Rennen liefern, treten am Sonntag hunderte Teilnehmer in Drachenbooten gegeneinander an. Von Christian Wachter 

Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen dem Lions-Club Offenbach-Lederstadt und der SG Wiking. Schon vor zwei Jahren fanden Entenrennen und Dragon-Cup an einem Wochenende statt. Vom Bündnis sind beide Seiten angetan. Andreas Mohr, Lions-Club-Mitglied und federführend beim Entenrennen, erzählt: „Wir sind froh, dass wir einen Partner an unserer Seite haben, der solche Veranstaltungen schon lange organisiert und sich mit infrastrukturellen Fragen auskennt. Manfred Reißmann, der als Regattaleiter das Drachenbootrennen mitorganisiert, pflichtet ihm bei: Es sei schön, dass man sich die aufwendige Logistik teilen könne. Außerdem gebe es ja auch inhaltliche Überschneidungen. So hätten sie beide die Kinder und Jugendlichen im Fokus, denen die Erlöse zugute kommen sollen. Lionsclub-Lederstadt-Vorstand Prof. Dr. Arend Billing erörtert: „Es ist unser Hauptziel, sozial tätig zu sein.“

Beim Entenrennen soll eben der Verkauf der roten Plastikenten Geld in die Kasse spülen. Vier Euro kostet ein Exemplar beziehungsweise eine Nummer. Sind die Enten - erfahrungsgemäß werden es mehrere tausend sein - erst ins Wasser gelassen, winken ihren Besitzern attraktive Preise. Wessen Ente als erstes die Ziellinie überquert, bekommt einen Neuwagen von Mitsubishi. Auch ein Smartphone und eine Reise gibt es zu gewinnen.

Archivbilder

Entenrennen auf dem Main

Die Preise, insgesamt 50 sind es, kommen alle aus Spenden. Wer sich also eine Ente sichert, unterstützt direkt eine von vier Offenbacher Institutionen. So fließt das Geld zum Familienzentrum ZION, das im Mathildenviertel die Hausaufgabenbetreuung aufstocken möchte. Aber auch die Mathilden-, die Wilhelm- und die Erich-Kästner-Schule erhalten Mittel für verschiedene Projekte.

Die Erlöse beim Dragon-Cup am folgenden Sonntag wiederum kommen aus dem Verkauf von Kaffe- und Kuchen sowie aus den Meldegebühren. In der Jugenarbeit des Vereins sollen damit zum Beispiel neue Trikotsätze finanziert werden.

Archivbilder

Drachenboote auf dem Main

Manfred Reißmann rechnet mit rund 30 Teams mit jeweils 20 Mitglieder starker Besatzung. Sie werden in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antreten. Das sei in Offenbach etwas besonderes, wo Drachenbootrennen inzwischen doch vielerorts stattfänden, berichtet Reißmann. „Solche Rennen sind zum Trendsport geworden, richten sich aber häufig an professionelle Teams. Bei uns geht es mehr um den Spaß und eher um Breiten- als um Leistungssport.“ Für Reißmann ein Garant für die gute Stimmung: „Der Dragon-Cup ist so etwas wie Woodstock am Wasser“, sagt er schmunzelnd.

Kommentare