Klub will Stadtteil-Verein bleiben

SKG Rumpenheim nimmt neues Kleinfeld in Betrieb

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Bahn frei: Aus ehemaligen Tennisplätzen ist ein neuer Hartplatz für die Rumpenheimer Jugendfußballer entstanden.

Rumpenheim - „Ball flach halten, hoch gewinnen!“ Die Vorgabe von Horst und Peter Schneider wollen die Jugendteams der SKG auf ihrem neuen Trainingsplatz umsetzen. Von Martin Kuhn und Jan Schuba 

Ersteres gilt sinngemäß auch für Gedankenspiele im Rathaus, in Rumpenheim dem SC 07 Bürgel eine neue Heimat zu schaffen. SKG-Vorsitzender Joachim Schiebel betont: „Wir sind ein Stadtteilverein. “ Und so soll es auch bleiben. Kaum ist das Absperrband durchschnitten, stürmen die jungen Fußballer johlend den Hartplatz: Das neue Kleinfeld an der SKG-Sportanlage ist nach zweijähriger Vorbereitung offiziell eröffnet und steht den Kindern ab sofort fürs Training zur Verfügung. „Mit 16 Jugendteams, drei aktiven Mannschaften des SKG und dem Türk. SC, der hier spielt, ist es extrem eng“, umreißt Joachim Schiebel die Situation. Auch mit dem neuen Platz, der gerade im Herbst und Winter für eine Entzerrung des Trainings sorgt, wird es nicht umgehend besser. „Wir haben bereits eine Anfrage für das 17. Jugendteam; ein älterer Jahrgang“, sagt Schiebel.

Überraschung! Horst und Peter Schneider dürfen das Schild enthüllen, das die Jugendabteilung der Rumpenheimer SKG für Henning Hehner anfertigen ließ.

Eine Chance, die der Vorsitzende für die SKG ungern aufgeben würde. „Wir müssen zusehen, dass wir langfristig Spieler an unsere 1. Mannschaft heranführen.“ Genau darauf setzt die SKG. Acht Aktive stammen aktuell aus der eigenen Jugend, versuchen, den Abstieg aus der Kreisliga A Offenbach Ost in den letzten vier Saisonspielen zu verhindern. Daher erteilt er Überlegungen der Stadt eine Absage, die den SC 07 Bürgel gern nach Rumpenheim übersiedeln würde, um auf deren Gelände an der Frankenstraße eine Wohnbebauung zu ermöglichen. Schiebel: „Unter den jetzigen Bedingungen lehnen wir hier einen dritten Verein ab.“ Damit dürfte er auf einer Linie mit dem SC 07 sein, der das bereits ähnlich formuliert hat. Bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt...

Um sich aktuell etwas Luft im Trainingsbetrieb zu verschaffen, reift bei der SKG- Jugendleitung vor zwei Jahren die Idee, einen Teil des angrenzenden Tennisareals zu nutzen. Die ehemaligen Plätze des TC Rumpenheim haben nach dessen Aus brach gelegen. Der Plan: Die Plätze sollten in Eigenhilfe gerodet und für den Trainingsgelände ausgeweitet werden. „Das hat sich als unmachbar rausgestellt, weil das Wurzelwerk in den Tennisplätzen so tief war, dass wir professionelle Hilfe gebraucht haben“, so Schiebel.

Es ist die Stunde fürs SKG-Urgestein Henning Hehner, seit 60 Jahren Mitglied, lange Jahre im Vorstand und immer noch beratend tätig. Als Ehrenamtler im besten Sinne telefoniert er, spricht er an, bereitet Wege und organisiert Hilfe. „So wurden einige Spender ins Boot geholt, die professionelle Hilfe leisteten, nachdem der Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen worden war“, sagt der Vorsitzende. Nach langer Planung und Vorbereitung startet im Januar der Bau: Jetzt kann neben dem großen Platz auch auf der Ausweichfläche gekickt werden.

Rumpenheim schlägt die Gemaa

Mit dem kleinen Fest dankt die SKG allen Mitgliedern und Spendern, die „die Idee auf den richtigen Weg gebracht haben. Nur mit eigenen Mitteln wäre das nicht machbar gewesen“, heißt es vor dem ersten Spiel.

Neben Oberbürgermeister Horst Schneider und Bürgermeister Peter Schneider kommt auch Jugendleiter Markus Hohenberger zu Wort, der mit Sven Eismann die Initialzündung für den Bau des neuen Platzes geliefert hat. Beide haben indes nicht vergessen, wer im Hintergrund gewirkt hat. Und damit’s jeder mitbekommt, haben sie ein großes Schild gebastelt, das am Zaun hängt: „Henning Hehner Arena“.

Höhepunkt des Nachmittags ist natürlich die offizielle Einweihung, für die Oberbürgermeister und Bürgermeister („die doppelte Schneiderei“) mit Scheren ausgestattet sind. „Möge die SKG viele Siege einfahren!“ hofft Horst Schneider und gibt den Platz zusammen mit Peter Schneider frei, der die Fußballer-Weisheit weitergibt: „Ball flach halten und hoch gewinnen!“ Wobei das Kleinfeld maximal für E- und-F-Jugendspiele freigegeben ist. Ansonsten rollen dort nur Trainingsbälle ...

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