Ölfund „nicht außergewöhnlich“

Schlammloch auf Hafeninsel wieder zugeschüttet

Beim Aushub für ein weiteres Bauprojekt sind Arbeiter auf eine stinkende Mischung aus Sand und Öl gestoßen. Das hat unseren Leser Wolfgang Winkler alarmiert, der das alles dokumentierte.

Offenbach - „Es liegt sehr unangenehmer Ölgeruch in der Luft“, ist die Beobachtung von Wolfgang Winkler, der die Quelle auch von der neuen Fußgängerbrücke im Hafen ausgemacht und dokumentiert hat.

Wenig später sei das „Öl-Schlammloch einfach zugeschüttet“ worden. Was für unseren Leser ein Unding ist, stellen die Stadtwerke Offenbach und ihre Tochtergesellschaften als Entwickler dieses Standort als „normalen Vorgang“ dar. Heißt: Sobald sich Arbeiter in den sogenannten Grundwasser-Schwankungsbereich graben, „stoßen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf solche Rückstände“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Regina Preis. Der Blick in unsere Zeitung vom 30. April 1977 verdeutlicht den Grund: „67 Hoch- und Erdtanks gibt es im Offenbacher Handelshafen“, hieß es damals. Daher arbeitet auf der Hafeninsel bis heute eine Grundwassersanierungsanlage. Aber Löcher mit Öl einfach wieder zuschütten? „Ja. Bis die geeignete Vorgehensweise besprochen ist.“

mk

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