Sparkasse warnt vor Falschgeld

„Außergewöhnlich viele“ gefälschte Zwanziger entdeckt

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Offenbach - Die Sparkasse Offenbach sieht deutlich mehr falsche 20-Euro-Scheine in Umlauf. In den vergangene Wochen wurden dem Institut zufolge „außergewöhnlich viele“ gefälschte Zwanziger entdeckt.

Die Offenbacher Polizei erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass es noch keine Erkenntnisse über eine Zunahme von Falschgeld in der Region gebe. „Es kommt immer mal wieder vor“, sagte ein Sprecher. Klar ist: Der 20-Euro-Schein gehört zu den meistgefälschten Banknoten. Und die Gefahren für Verbraucher wachsen. 2015 wurden so viele gefälschte Euro-Scheine gefunden wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung 2002. Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) gab es im vergangenen Jahr 86 500 Falschgelddelikte, 42 Prozent mehr als 2014 und fast 50 Prozent mehr als 2011. Insgesamt hätten die im Vorjahr etwa 112.000 aus dem Verkehr gezogenen Banknoten einen Nennwert von 5,5 Millionen Euro.

Verbraucher sollten in jedem Fall aufpassen: Die Bundesbank empfiehlt, Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ zu prüfen. Auf der Vorderseite der Geldscheine sind zum Beispiel Teile des Druckbildes zu fühlen. Die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen, das Wasserzeichen ist nur in der Durchsicht zu sehen. Der neue 20-Euro-Schein enthält noch ein weiteres Sicherheitsmerkmal: Im Hologramm befindet sich ein sogenanntes Porträt-Fenster. Wird der Geldschein gegen das Licht gehalten, wird das Fenster durchsichtig. Und wenn trotz aller Vorsicht dennoch Falschgeld im Portemonnaie gelandet ist? Grundsätzlich sollte die Polizei informiert werden. Auskünfte gibt es auch bei der Bundesbank unter 06131/3774488 oder unter www.bundesbank.de.

al/afp

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