Stadt Offenbach beantragt abermals Mittel vom Bund

Spielplatz in der Warteschleife

offenbach - Seit vergangenem Frühjahr liegt die Sanierung des Spielplatzes an der Johannes-Morhart-Straße auf Eis, weil im Boden industrielle Altlasten festgestellt und Kampfmittel vermutet wurden.

Auch wenn die GBO nun für rund 150.000 Euro Spielplätze an ihren Liegenschaften im Nordend neugestaltet, bleibt einer der größten Spielplätze der Stadt braches Gelände. Denn eine Sanierung würde mit einem fast zehnmal so hohen Betrag zu Buche schlagen. Sigrid Pietsch vom Stadtplanungsamt schätzt die Kosten für Kampfmittelsandierung aktuell auf 1,5 bis 1,9 Millionen Euro. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt Pietsch, diesbezüglich seien Anträge der Stadt auf Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes „auf dem Weg“. Schon zuvor habe man sich vergeblich um Finanzhilfe aus dem Sanierungsprogramm für Sport, Jugend und Kultur bemüht. Das Problem: Der Bund sei nur bereit, die eigentliche Investition in den Spielplatz zu leisten, so Pietsch. „Nicht für die Beräumung.“ Diese Mittel seien deshalb in den städtischen Haushalt aufgenommen worden.

Im Stadtplanungsamt rechnet man nun in zwei bis drei Monaten mit einem Bescheid auf die abgegebenen Anträge. „Dann werden wir weiter planen, gebenenfalls präzisieren“, sagt Pietsch. Erst dann könnten politische Beschlüsse auf den Weg gebracht werden. Momentan rechnet Pietsch daher mit einer Umsetzung der Baumaßnahmen am Johannes-Morhart-Spielplatz im Jahr 2018. (jrd)

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