Kassel ist frauenfreundlichste Stadt in Hessen

Studie: Offenbach kein gutes Pflaster für Frauen

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Laut einer Studie ist Offenbach in puncto "Frauenfreundlichkeit" Schlusslicht in Hessen.

Kassel/Offenbach - Kassel kann Frauen mehr bieten als alle anderen hessischen Städte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Magazins "Focus". Viel Nachholbedarf hat demnach Offenbach.

Kassel ist einer Studie zufolge die frauenfreundlichste Stadt in Hessen. In einer heute veröffentlichten Erhebung des Magazins "Focus" landete die nordhessische Kommune auf Platz 11 von 77 Städten in Deutschland - 19 Plätze vor Frankfurt und 31 vor Wiesbaden. Hessisches Schlusslicht in der Untersuchung ist Offenbach. Vor allem in der Kategorie "Spaß" schnitt Kassel klasse und erreichte Rang 2. Das heißt, in der nordhessischen Stadt gibt es vergleichsweise viele Shops für Frauen, Buchhandlungen, Yoga-Lehrer und Einkaufsziele pro Quadratkilometer.

Für die Studie des "Focus" zusammen mit den Kölner Sozialforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle wurden Daten aus den 77 größten Städten zu Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation und Kriminalität, aber auch zu Spaß und Freizeitangeboten bewertet. Am frauenfreundlichsten in ganz Deutschland sind danach Dresden, Heidelberg und Jena, am schlechtesten schnitt Ludwigshafen ab.

Andere hessische Städte erhielten in puncto "Frauenfreundlichkeit" eher mittelmäßige Bewertungen: In Frankfurt etwa sei vor allem die Jobsituation für Frauen nicht gut. In dieser Kategorie, für die die Beschäftigungsparität oder die Arbeitslosigkeit gemessen wurden, landete die Bankenmetropole auf Platz 59 - drei Plätze hinter Wiesbaden (Kassel: Platz 18). Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen seien allerdings in Darmstadt am größten.

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Am frauenunfreundlichsten in Hessen ist der Studie zufolge Offenbach. Dort sei beispielsweise die Arbeitslosigkeit von Frauen in den vergangenen fünf Jahren um 17,1 Prozent gestiegen, außerdem seien Frauen einem hohen Maß Kriminalität in Form von Vergewaltigung oder sexueller Nötigung ausgesetzt (Platz 67).

In einer anderen Studie zur Zukunftsfähigkeit der Regionen und Großstädte in Deutschland schneidet Offenbach besser ab: In einem sogenannten Digitalisierungskompass erhält die Stadt vier von fünf Sterne. (dpa/nb)

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