Tierische Idee: Oskar macht Schule schöner

Seit Januar bereichert Rüde Oskar den Schulalltag an der Waldschule Tempelsee. Auch Lehrerin Anna Meuer (links) und Erstklässler Jasper sind von ihrem Schulhund begeistert.

Offenbach (vs) ‐ Oskar ist noch nicht einmal ein Jahr alt. Aber er besucht schon fast jeden Tag die Grundschule. Die Lehrerin ist begeistert von ihm. Und die Kinder erst recht. Seit er da ist, haben sie mehr Spaß an der Schule. Oskar ist ein Labradormischling und seit Januar der erste Schulhund in Offenbach.

Zweimal in der Woche begleitet Oskar Lehrerin Anna Meuer beim Unterrichten der Klasse 1 a der Waldschule Tempelsee. Außerdem ist er nachmittags bei verschiedenen AGs. Doch wie kam die Grundschule überhaupt auf den Hund?

Dass Tiere einen positiven Einfluss auf Menschen haben, bestätigen nicht nur Tierhalter. Auch aktuelle Studien haben ergeben, dass ein Hund im Schulalltag erstaunliche Veränderungen bei den Schülern bewirkt. So zeigen sich erhebliche Verbesserungen in der Wahrnehmung, der Emotionalität, dem Sozialverhalten, dem Lern- und Arbeitsverhalten sowie der Motorik. Mithilfe von „tiergestützter Pädagogik“ soll Lernproblemen, Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatische Leiden von Grundschulkindern entgegengewirkt werden. Diese Argumente überzeugten die Verantwortlichen an der Waldschule. Der Beschluss, einen Schulhund anzuschaffen, stand bald fest.

Hundegestütze Pädagoik

Doch noch bevor man sich auf diesen Weg machen konnte, musste geklärt werden, ob ein Hund an der Waldschule überhaupt sein darf, welche Versicherungen nötig sind und wie aus einem jungen Welpen ein gut erzogener Therapiehund wird. Der Zuspruch nicht nur in der Schulgemeinde war sehr groß. Eine Versicherung übernahm die Tierhalter-Haftpflicht, eine Bank steuerte eine großzügige Spende bei. Lehrerin Anna Meuer konnte damit mehrere Seminare zum Thema „hundegestützte Pädagogik absolvieren.“ Sie ist nun auch die Betreuerin des jungen Vierbeiners.

Mehr zum Unterricht mit Hund auf der Homepageder Waldschule Tempelsee.

Oskar selbst ist auch noch mitten in der Ausbildung. Nach der Welpenschule machte Anna Meurer spezielle Kurse mit ihm, die ihn zum Schulhund qualifizieren. Das praktische Einzeltraining erfolgt nun direkt vor Ort in der Waldschule Tempelsee. Die positive Wirkung des Hundes auf die Schüler sei schon jetzt deutlich, lautet bislang das sehr zufriedene Resumee. Einen Eindruck von dem Projekt bekommt man auch auf der Internetseite der Waldschule unter:

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