Frühling auf Jobmarkt

Weniger Arbeitslose auch in Offenbach

Offenbach - Auf dem Arbeitsmarkt herrscht Frühlingsstimmung. Sowohl bundesweit als auch regional fielen die Erwerbslosenzahlen im Mai teils deutlich. Von Achim Lederle

Im Mai waren im Offenbacher Agenturbezirk 15 886 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 216 weniger als im April. Gegenüber dem Mai des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang um 380 Personen, teilte die Offenbacher Arbeitsagentur gestern mit. „Der Mai ist ein Monat, in dem sich am Arbeitsmarkt generell viel tut. Davon bildet der vergangene Monat keine Ausnahme. Es waren weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im April und im vergangenen Jahr“, so Gesine Müller-Janssen, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Offenbach. „Rückgänge gab es in beiden Rechtskreisen des Sozialgesetzbuches; vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung, aber durchaus auch in der Grundsicherung. Der Arbeitsmarkt hat sich im gesamten Agenturbezirk positiv entwickelt, nur im Bereich der Geschäftsstelle Langen gab es einen Anstieg.“ Wie Müller-Janssen weiter erläuterte, sehen die Unternehmen in der Region ihre Situation so optimistisch, dass sie weiterhin Arbeitskräfte einstellen wollen. „Der Bestand an offenen Stellen lag im Mai über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.“

In der Stadt Offenbach waren laut Agentur 7 048 Menschen arbeitslos, 2,2 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote fiel auf 10,3 Prozent gegenüber 10,9 Prozent im Vormonat (Mai 2015: 11,0 Prozent). 8838 Frauen und Männer waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, 0,7 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote fiel auf 4,8 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im Vormonat und Vorjahr. In der Geschäftsstelle Langen Langen waren im Mai 3 277 Arbeitslose gemeldet, 0,4 Prozent mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,9 Prozent auf dem Wert des Vormonats und des Vorjahres. 3 283 Erwerbslose waren im Bezirk Rodgau gemeldet, 1,5 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote ging zurück auf 5,1 Prozent gegenüber 5,2 Prozent im April (Mai 2015: 5,3 Prozent).

Im Seligenstädter Bezirk waren 2 278 Personen arbeitslos, 1,0 Prozent weniger als im April. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent gegenüber 4,4 Prozent im Vormonat und 4,5 Prozent im Vorjahresmonat. In der Stadt Hanau waren 4068 Menschen arbeitslos, 101 weniger als im letzten Monat. Die Arbeitslosenquote fiel auf 8,4 Prozent gegenüber 8,8 Prozent im Vormonat und im Mai 2015. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg waren im Mai 6990 (Vormonat: 7 134) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 144 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent; im Vorjahr betrug sie noch 4,6 Prozent.

Auch im gesamten Bundesland Hessen ist die Arbeitslosigkeit laut Agentur dpa im Mai weiter zurückgegangen. Zum Stichtag waren 171 125 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt mitteilte. Das waren im besten Mai seit 23 Jahren 2,8 Prozent weniger als im April und 3,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,2 Prozent.

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Die Zahl der offenen Stellen stieg nach Angaben der Behörde zuletzt stark und lag mit 48 700 um gut 18 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die stabile Nachfrage habe dafür gesorgt, dass auch Langzeitarbeitslose, Ältere und Menschen ohne deutschen Pass von der aktuellen Entwicklung profitieren konnten. Der Arbeitsagentur zufolge können die hessischen Betriebe ihre Stellen auch deswegen besetzen, weil zunehmend Fachkräfte aus dem Ausland eingestellt würden. „Ohne Zuwanderung wäre das Beschäftigungswachstum im letzten Jahr gar nicht möglich gewesen, und auch in Zukunft werden wir weiter Fachkräfte aus dem Ausland benötigen“, erklärte Direktionschef Frank Martin in einer Mitteilung.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach dpa-Angaben im Mai um 80 000 auf 2,664 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in einem Mai seit 25 Jahren. Der Rückgang fiel im Vergleich zum April zudem etwas stärker aus als im Schnitt der vergangenen drei Jahre, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 98.000 Erwerbslose weniger. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich insgesamt weiter positiv“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Durch die Frühjahrsbelebung sei die Zahl der Jobsuchenden weiter gesunken, die Beschäftigung sei kräftig gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskräften habe deutlich zugenommen.

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