Auszeichnung für Internetplattform „OFlovesU“

Werkzeugkasten fürs Leben

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Preisverleihung: Christine Montigel (rechts) von der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ und Janina Gigler von der Deutschen Bank haben das Projekt „OFlovesU“ ausgezeichnet. Loimi Brautmann (links) und Oliver Kremershof haben die vom Bundespräsidenten unterschriebene Urkunde entgegen genommen.

Offenbach - Über eine reine Internetplattform ist „OFlovesU“ längst hinausgewachsen. Die Macher Loimi Brautmann sowie die Brüder Nicolas und Oliver Kremershof bieten auch Stadtführungen zu ungewöhnlichen Orten an. Das Konzept wurde nun von der Bundesregierung ausgezeichnet. Von Peter Klein 

Die Gründer beschreiben ihr Projekt als Werkzeugkasten zum Leben in unserer bunten Stadt. „OFlovesU lädt ein, sich in der Stadt virtuell oder im realen Raum - zwischen Läden, Initiativen, Veranstaltungen und Geschichten - zu verlieren oder neu kennenzulernen“, so Loimi Brautmann vom Urban Media Project. Die Idee wurde jetzt von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank in den Zollamtsstudios ausgezeichnet, wo Brautmann und die Kremershof-Brüder ihre Agentur betreiben. Ausgewählt wurde das Projekt aus mehr als tausend Bewerbungen, wie Janina Gigler, Filialdirektorin der Deutschen Bank in Offenbach erklärte.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wurde im Jahr der Fußballweltmeisterschaft 2006 von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft gegründet. Die Deutsche Bank ist nationaler Förderer des Projektes. Ziel sei es, dem wichtigsten Rohstoff Deutschlands, den Ideen eine Bühne zu geben und sie über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt zu machen, so Christine Montigel von der Initiative.

Rolf Krämer vom hessischen Wirtschaftsministerium würdigte die lebendige Kreativszene Offenbachs, die sich im ehemaligen Zollamt an der Frankfurter Straße kumuliere. Mittlerweile arbeiteten rund 120.000 Menschen in Hessen in der Kreativwirtschaft und erzielten einen Umsatz von rund 12 Milliarden Euro, weshalb sich auch die Politik immer stärker für diesen Bereich interessiere.

Janina Gigler schilderte, dass im 11. Wettbewerbsjahr das Thema Nachbarschaft im Mittelpunkt stand. „Wie können wir zukünftig zusammen leben? Wie können wir gemeinsam arbeiten? Wie können wir voneinander lernen? Wie können wir miteinander forschen oder uns füreinander einsetzen?“

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Antworten auf diese Fragen kennt OFlovesU. Das Projekt „kennt eine wegweisende Antwort auf die Frage, wie eine Stadt ihre Identität stärken kann und gleichzeitig den Zusammenhalt zwischen Nachbarn“, so die Filialdirektorin. Deshalb sei die Initiative aus über 1000 Bewerbungen ausgewählt worden.

Vor rund sechs Jahren entwickelte Loimi Brautmann fürs Studium an der Hochschule für Gestaltung die ersten Touren durch Offenbach, bei denen „der Blick geschärft und Begegnungen ermöglicht werden“, sagte er. Dabei kann man etwa Künstlerateliers in Hinterhöfen entdecken, einen Blick in Studentenbuden werfen oder ein leerstehendes Verwaltungsgebäude erkunden.

Stand bei der Preisverleihung noch die virtuelle Welt auf den Monitoren im Mittelpunkt, wussten Loimi Brautmann, Oliver und Nicolas Kremershof dies im Anschluss mit der realen Welt zu verbinden. Bei einer kurzen Führung durch Offenbach berichteten sie von Zollbeamten, die im Hinterhof immer noch Waffen reparierten und führten ihre Gäste unter anderem in den Keller des Cafes Cuore.

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