Einfach mal "Danke" sagen

Kommentar: Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

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Peter Schulte-Holtey

Menschen, die den ankommenden Flüchtlingen winken, sie mit Geschenken versorgen – sich spontan in Kommunen in Hilfsgruppen organisieren. Diese Bilder der engagierten Deutschen gingen vor einem knappen Jahr um die Welt. Von Peter Schulte-Holtey

Vielerorts ist die Euphorie inzwischen einer Ernüchterung gewichen. Aber es sind immer noch Tausende in Land aktiv. Ihr nimmermüder Einsatz für die vielen Leidgeprüften aus Syrien, Eritrea usw. ist enorm wertvoll. Dies belegt jetzt auch eine neue Bertelsmann-Studie. Der vielleicht wichtigste Befund: Durch die Arbeit der Freiwilligen wird in den Kommunen eine positive Stimmung gegenüber Geflüchteten erhalten. Dazu gehört natürlich auch die Erkenntnis, dass zwar der rosarote Willkommensblick vielerorts eingetrübt ist – dass die Offenherzigkeit gegenüber Flüchtlingen deutlich gesunken ist. Von einem Ende der Willkommenskultur kann allerdings nicht die Rede sein.

Die einen meckern, die anderen machen. Das ist auch in Rhein-Main überall zu spüren. Der Tatendrang vieler Frauen und Männer ist unübersehbar. Mögliche Tätigkeitsfelder für Ehrenamtliche sind ja etwa die Begleitung von Flüchtlingen bei Behördengängen und Arztbesuchen, Sprachpatenschaften, die Vermittlung von Freizeitmöglichkeiten oder das Herrichten einer Wohnung. Vor allem viele Ältere wollen nützlich bleiben und für andere etwas tun. Den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für unsere Gesellschaft kann man gar nicht hoch genug schätzen. Ohne diese Menschen sähe unser Gemeinwesen dramatisch anders aus. Viel häufiger sollten wir sagen: Danke!

Bilder: So helfen Sie Flüchtlingen in der Region

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