Vorbilder gefragt

Kommentar: „Hasssprache“ an Schulen

+
Peter Schulte-Holtey

Es war zuletzt ja immer häufiger zu hören: Der Ton auf den Schulhöfen wird deutlich aggressiver. Lehrer beklagen jetzt lautstark grassierende „Hasssprache“. Von Peter Schulte-Holtey

Tatsächlich verstärkt sich der Eindruck, dass bei vielen Jüngeren Umgangsformen zunehmend verkommen. Es mehren sich Verallgemeinerungen, Fakten werden ausgeblendet. Einzelne Menschen werden (meist anonym im Netz) vor allem wegen ihrer politischen Meinung oder ganze Gruppen wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft diffamiert, beleidigt oder bedroht. Sie werden damit in ihrer Würde angegriffen, verunsichert und verängstigt. Vor allem den Erwachsenen kommt beim Umgang mit „Hasssprache“ eine große Vorbildfunktion zu. Ihr gutes Beispiel ist gefragt. Es ist die Aufgabe der Eltern, Kinder aufzuklären, ihnen den Rücken zu stärken und sie zu kritischen Heranwachsenden zu erziehen. Dann kommen sie erst gar nicht auf die Idee, sich auf hohle Sprüche einzulassen.

Auch die Schulen sind gefordert. Entsprechendes Lehrmaterial für den Unterricht sollte aber nicht theoretisch daherkommen, nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger drohen. Lehrer und Eltern brauchen alltagstaugliche Tipps, wie sie Kinder und Jugendliche davor schützen können, zu Opfern oder selbst zu Hass-Kommentatoren zu werden.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

Kommentare