Wer hat die Nase vorn?

So eng ist die US-Wahl

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Barack Obama oder Mitt Romney: Wer wird nächste Woche zum US-Präsident gewählt?

Washington - Die jüngste Umfrage bestätigt: Das Rennen ums Weiße Haus zwischen Obama und Romney ist mehr als nur eng. Wer der beiden Herren wie knapp vorne liegt:

Enger kann ein Rennen kaum sein: Nach einer jüngsten Umfrage geht US-Präsident Barack Obama mit einem Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor dem Republikaner Mitt Romney in das letzte Wahlkampf-Wochenende. Mit umso größerer Spannung wurden die an diesem Freitag fälligen Arbeitslosenzahlen für Oktober erwartet. Experten hielten es für möglich, dass das Ergebnis noch unentschiedene Wähler auf die eine oder andere Seite ziehen könnte.

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

Letztes TV-Duell Obama gegen Romney: Die Bilder

Die schwache Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit sind von Anfang an die dominierenden Themen dieses Wahlkampfes gewesen. Romney lastet Obama Versagen auf beiden Gebieten an. Die Arbeitslosenquote war allerdings im September erstmals seit langem unter die Acht-Prozent-Marke gesunken, auf 7,8 Prozent.

In einer am Donnerstag veröffentlichten „Washington Post“/ABC-Umfrage kam Obama auf 48,56 und Romney auf 48,49 Prozent. Schützenhilfe erhielt der Amtsinhaber am selben Tag vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Dieser äußerte sich zwar auch enttäuscht über die vergangenen vier Obama-Jahre, aber hält den Demokraten immer noch für am besten geeignet, die Herausforderungen für das Land zu meistern.

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Der parteilose Bloomberg verwies in diesem Zusammenhang auf „Sandy“. Die Zerstörung, die der Sturm nach New York und in andere Teile des Nordostens gebracht habe, „hat scharf vor Augen geführt, was bei der Präsidentenwahl am Dienstag auf dem Spiel steht“, schrieb der Bürgermeister in einem Meinungsartikel für seine gleichnamige Nachrichtenagentur. „Sandy“ und „Irene“, die New York in diesem und im vergangenen Jahr heimgesucht hätten, seien Zeichen für den Klimawandel. Gewählte Spitzenpolitiker müssten „unverzüglich“ handeln.

Obama habe Schritte zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes unternommen, hob Bloomberg hervor. Romney habe während seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts ebenfalls Maßnahmen in dieser Richtung ergriffen. Seitdem sei er aber von früheren Positionen abgerückt.

Obama und Romney selbst kehrten nach einem Waffenstillstand wegen der verheerenden Folgen von „Sandy“ wieder auf ihren gegenseitigen Angriffskurs zurück. Beide konzentrieren sich in ihrem Endspurt auf besonders heiß umkämpfte Bundesstaaten, die die Wahl am kommenden Dienstag entscheiden könnten. So reiste Obama am Donnerstag nach Wisconsin, Nevada und Colorado, Romney hielt gleich drei Kundgebungen in Virginia ab.

dpa

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