Beachparty am Sickenhöfer See

4000 Fans bevölkern Open-Air-Festival „Stadt Land Bass“

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Festivalstimmung am Baggersee: 4000 Besucher tanzten bei Sickenhofen zu elektronischer Musik.

Babenhausen - Nur eine Woche nach dem rauschenden Beachparty-Festival Seebeben am Sickenhöfer See vibrierte am Samstag das Areal erneut unter Sound und Partystimmung des Festivalgäste. 4000 Menschen zog das siebte Open-Air-Festival „Stadt Land Bass“ in seinen Bann. Von Ursula Friedrich 

Für Liebhaber der elektronischen Musik fügten sich die Komponenten beim jüngsten Open-Air zu einem traumhaften Cocktail. Sommerhitze, heller Sandstrand und kühler See, daneben drei Partyzonen, im Szenejargon: Floors, zum Abtanzen. Renommierte Künstler und Performer der Eletronikszene sorgten für den entsprechenden Sound. „Im sogenannten verflixten siebten Jahr stellen wir mit großer Freude fest, dass unsere Idee eines authentischen, liebevollen Open-Air-Festivals für elektronische Musik im Rhein-Main-Gebiet immer größere Kreise gezogen hat“, so Festival-Macher Oliver Gebhardt, der die Veranstaltung mit seinem Cousin Benjamin Gebhardt vor sieben Jahren aus der Taufe hob. Was mit wenigen hundert Besuchern begann, lockt nun Tausende nach Babenhausen. Aus ganz Deutschland, vereinzelt auch aus der Schweiz, Groß-Britannien und Belgien feierte eine riesige Fangemeinde.

Lange Gesichter gab’s am Einlass: Am Veranstaltungstag waren die Tickets ausverkauft. Für Oliver und Benjamin Gebhardt sind mit dem Erfolg die Anforderungen, eine Großveranstaltung zu stemmen, um ein Vielfaches angewachsen. Die Anzahl der Helfer und Mitarbeiter stieg auf rund 100 an. Sicherheitspersonal, professionelle Logistikpartner und Gastronomieanbieter sind inzwischen mit im Boot.

Im Vorjahr, als 3000 Besucher am idyllischen Seeufer abtanzten, zeichnete sich bereits der erfolgreiche Kurs der Veranstaltung ab. Diesmal waren es ein Viertel Menschen mehr, die sich vom Geist der elektronischen Musik mitnehmen ließen. Trotz aller Mühen, eine Großveranstaltung aus dem sandigen Boden zu stampfen, schwärmt Gebhardt: „Ich habe studiert und einen ordentlichen Beruf gelernt – aber das hier ist meine Passion. Hier passt einfach alles toll zusammen, die Location, faire Preise für unsere Besucher und die Qualität der Künstler.“

Bilder: 4000 Gäste bei Beachparty „Stadt Land Bass“

Letztere sind aus vor allem aus Berlin angereist. Mitunter bereits zu Lebzeiten Legenden der Szene, wie Ellen Allien und Sascha Braemer, auch Dirty Doering oder Techno-DJ Bebetta zogen mit ihrem Mix elektronischer Beats die Menge in Bann.

Mit viel Einsatz wurde die Dekoration auf dem Festivalgelände gezimmert. Dabei arbeiten die Veranstalter Hand in Hand mit dem Seebeben-Team zusammen, den Handballern der SG Rot-Weiß Babenhausen, die in der Woche zuvor ebenfalls eine Beach- und Rockparty der Superlative zündeten. Seit drei Jahren kooperieren beide Festivalveranstalter. „Das klappt sehr gut!“, freut sich der Seligenstädter Oliver Gebhardt. Nach 16 Jahren als Organisator von Musikveranstaltungen hat für ihn Sicherheit die oberste Priorität. Da man mit alkoholisierten Jugendlichen keine Probleme haben möchte, öffnet sich die Mega-Techno-Party nur volljährigen Gästen. „Unsere Hauptzielgruppe ist zwischen 24 und 35 Jahren alt“, so Gebhardt. Der Anreise mit eigenem Pkw wurden mit Shuttlebussen, sogar Sonderzügen des RMV attraktive Alternativen geboten. Bereits um 10 Uhr morgens pilgerten Fans zur Party am Baggersee – um 24 Uhr verstummten die Beats. Für die Großfamilie, die Sickenhofens See als Mekka elektronischer Musik feierte, gibt es jedoch einen Lichtblick: Nach dem Zapfenstreich schlag Mitternacht laufen bereits die Vorbereitung für die achte Auflage von Stadt Land Bass 2017.

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