Projektwoche an der Hergershäuser Bachwiesenschule

Breites Angebot für junge Kreative

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Bei der Präsentation der Ergebnisse ihrer Projektwoche unterhielten die Bachwiesenschüler Eltern und Großeltern unter anderem mit zwei Tänzen.

Hergershausen - An vier Tagen arbeiteten die Schüler jahrgangs- und klassenübergreifend – und tauschten sich so mit anderen Kameraden aus. Von Petra Grimm 

Für viele Kinder ist sie die schönste Zeit im Schuljahr. Mit der Präsentation der Ergebnisse ging die Projektwoche an der Bachwiesenschule zu Ende. Bei Kaffee und Kuchen, den die Eltern gebacken hatten, ließen sich die zahlreichen Besucher von den kleinen Künstlern, Forschern, Köchen und Sportlern informieren und durch die verschiedenen Ausstellungen führen. „Wir hatten insgesamt elf Angebote, aus denen sich die Kinder ihren Favoriten aussuchen konnten“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Daniele Günther, die mit ihrer Schülergruppe auf „Eine Reise durch die Farbenländer“ ging. An jedem der vier Projekttage stand eine Farbe im Mittelpunkt. Zu dieser Farbe passend wurde gemalt, gebastelt, ein Buffet zusammengestellt und eine Geschichte erzählt. Natürlich kamen die Kinder, wenn möglich, auch in dieser Farbe gekleidet zu ihrem besonderen Unterricht.

„Das Schöne in der Projektwoche ist ja auch, dass die Angebote jahrgangs- und klassenübergreifend sind, so dass die Schüler auch mal mit ganz anderen Kindern zusammen lernen“, sagte Schulleiterin Sylvia Kraffczyk, die gemeinsam mit ihrem engagierten Kollegium jedes Jahr eine Projektwoche auf die Beine stellt. Auch in diesem Jahr hatten sie wieder die Unterstützung der beiden Mütter Doris Barth und Sandra Fischer, die die Kinder zum Tanztraining einluden und am Freitag zwei Vorführungen boten. Auch die Freiwillige Feuerwehr übernahm wieder eine Kindergruppe. Das Team um Josef Kriegisch vermittelte den Schüler die Geschichte der Feuerwehr und Brandschutz. Darüber hinaus führten sie Ausflüge zu den Floriansjüngern nach Babenhausen und Großostheim.

Bei der Präsentation unterhielten die kleinen Blauröcke im Schulhof mit einem Brandangriff. Das Spektrum der Angebote in der Projektwoche war beeindruckend breit. Kreative, sportliche und intellektuelle Interessen der Kinder wurden gleichermaßen bedient. Die Natur wurde gleich in zwei Projekten erforscht und zwar direkt in Wald und Flur. Beliebt war auch wieder das Thema Hunde. Wer Sport mit Bällen liebt, fand auch ein Projekt. In der Forscherwerkstatt ging es mit unterschiedlichen Alltagsgegenstände experimentell richtig zur Sache. „Warum schwimmen bestimmte Dinge und andere nicht? Was passiert, wenn ich Backpulver mit Zitronensaft mische?“ und andere Phänomene beschäftigten die Kinder.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

„Das Besondere in der Projektwoche ist eben, dass alles ohne Druck oder Hausaufgaben ist. Bei uns gab es überhaupt keinen Streit, wir hatten eine schöne Gemeinschaft“, sagte die Lehrerin Sabine Gotta, die die Versuche mit den kleinen Forschern durchführte und sie auch dazu anleitete, alles zu dokumentieren. Wie richtige Wissenschaftler halt. Ein weiteres Beispiel für tolle Ideen war das Projekt Bilderbuch, in dem die Kinder unter der Leitung der Lehrerin Beate Klotz-Reichel nicht nur Geschichten hörten, sondern passend zu ihrer Lektüre auch zu kreativem Arbeiten inspiriert wurden. So entstanden selbst genähte und mit Watte gefüllte Fische, drollige Olchis aus Knete oder auch Bilder mit Kartoffelstempeln.

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