Neues Angebot des Seniorenzentrums stößt auf großes Interesse

Tagespflege mit Rückzugsräumen

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Die neue „Tagespflege am Park“ des Seniorenzentrums Bethesda in Harreshausen erfreut sich großer Beliebtheit. Sechs von 20 Plätzen sind bereits vergeben. Zum Tag der offenen Türen informierten sich zahlreiche Gäste.

Harreshausen - Die „Tagespflege am Park“ ist ein neues Angebot des Seniorenzentrums Bethesda. Am Samstag war Tag der offenen Tür. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen und die in diesem Bereich tätigen Pflegekräfte kennenzulernen. Von Petra Grimm 

Auch Informationen über das Konzept und die Finanzierung waren ein wichtiges Thema. An den Start gegangen ist dieses neue, teilstationäre Pflegeangebot in Harreshausen am 19. April. Fünf Tage in der Woche, montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr, werden Menschen aller Pflegestufen fachmännisch betreut. „Wir haben 20 Plätze pro Tag. Sechs Plätze sind bereits besetzt“, sagte Pflegedienstleiter Frank Wieseler, der die Besucher durch die Räume führte und ihre Fragen beantwortete. Insgesamt sieben Wohn- und Ruheräume und großzügige sanitäre Anlagen stehen zur Verfügung, außerdem der parkähnliche Garten und eine möblierte Terrasse. Vor allem die große Wohnküche bietet Raum für Geselligkeit und Miteinander. Wer es ruhiger möchte, für den ist ausreichend Rückzugsraum vorhanden.

Jeder Gast hat einen eigenen Spind, in dem er private Dinge, wie Bücher, seine Tasche oder ähnliches unterbringen kann. Gut angekommen bei den potenziellen Kunden ist auch der Fahrdienst, der die Gäste gegen 10.30 Uhr zuhause abholt und am Abend um 19 Uhr wieder zurück bringt. „Dieses neue Angebot in Harreshausen ist eine Ergänzung zu unserer Tagespflege, die wir bereits seit eineinhalb Jahren in der Villa Bethesda in Schaafheim anbieten. Die 15 Plätze dort sind ausgebucht und es gab immer mehr Nachfrage“, erkärte Nicole Damm-Arnold, die die Öffentlichkeitsarbeit für das Seniorenzentrum macht.

Wer sich über die Finanzierung informieren wollte, war bei Kundenberaterin Susanne Gerhold richtig. „Was eine Tagespflege kostet, kann man pauschal nicht beantworten. Denn die Zuschüsse der Pflegekasse und der Eigenanteil hängen von verschiedenen Faktoren, beispielsweise der Pflegestufe oder der Anzahl der Tage ab“, sagte Gerhold, die Interessenten auch außerhalb des Tages der offenen Tür zu einem individuellen Beratungsgespräch einlädt. Je nach Bedarf kann man regelmäßig einen Tag oder auch mehrere in der Tagespflege in Harreshausen verbringen. Das muss aber verbindlich festgelegt werden. Nur ab und zu oder gar spontan als Gast kommen, geht aus organisatorischen Gründen und auch wegen der Finanzierung nicht.

„Wer möchte, kann gerne einen Schnuppertag vereinbaren“, sagten die beiden Tagespflegemitarbeiter Anja Koch und Maximilian Rat. Sie nehmen die Gäste jeden Tag um 11 Uhr in Empfang und laden zunächst zu einer kleinen Zeitungsrunde ein. „Dann folgt um 12 Uhr das gemeinsame Mittagessen im Speisesaal. Wer möchte, kann sich danach in den bequemen Liegesesseln oder in Betten ein bisschen ausruhen“, erläuterte Anja Koch den Tagesablauf. Gemeinsame Aktivitäten, wie Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining oder Spaziergänge, sorgen nachmittags für Anregung und Unterhaltung.

Erster Eindruck zählt - Das richtige Pflegeheim finden

Im Unterschied zum Tagespflegeangebot in Schaafheim, das von 9 bis 17 Uhr geht, startet der Tag in Harreshausen später und umfasst Mittagessen, Kaffee trinken und das Abendessen. Viele Gäste schätzen gerade diese Zeit am Morgen, in der sie sich zuhause in Ruhe fertig machen können. Beispielsweise der Senior Günter Vetters (85), der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Ingeborg Vetters und seiner Tochter Britta Wottrich umschaute. Der Babenhäuser war bereits in der Tagespflege in Schaafheim. Jetzt möchte er nach Harreshausen wechseln. „Die Fahrt ist kürzer als nach Schaafheim und man wird noch nicht so früh abgeholt“, sagte Günter Vetters, der zwei Tage pro Woche in der Tagespflege plant. „Das freundliche Ambiente und die schöne, weitläufige Grünanlage zum Spazieren gefallen uns hier auch sehr gut“, sagte seine Tochter.

Bei Kaffee und Kuchen und frisch gebackenen Waffeln gab es einen regen Austausch zwischen den Besuchern und den Angestellten. Auch manch ein Bewohner des Seniorenheims gesellte sich dazu.

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