Zahl der Gruppen nimmt zu

Mit Wechsel ins Sophie-Kehl-Heim wird evangelischer Kindergarten zur Kita

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Die Räume im Sophie-Kehl-Heim wurden bereits von der ASB-Kita Kunterbunt als Ausweichquartier genutzt. Für die Bedürfnisse des evangelischen Kindergartens wurden sie nochmal umgebaut.

Babenhausen - Im Januar ist der evangelische Kindergarten in sein Übergangsdomizil im Sophie-Kehl-Weg 1-3 umgezogen. Hier wird er bis zur Fertigstellung des Neubaus, die für 2019 geplant ist, untergebracht sein. Von Petra Grimm 

Am Samstag hatten Interessierte die Gelegenheit, bei einem Tag der offenen Tür die Räume zu inspizieren und das Personal kennenzulernen. Mit dem räumlichen Wechsel der Kita ins Sophie-Kehl-Heim haben sich auch einige Veränderungen ergeben. So wurde in der Vergangenheit in dem kleinen von der evangelischen Gemeinde getragenen Kindergarten, der bisher in der Martin-Luther-Straße zuhause war, lediglich eine Gruppe mit 25 Kindern bis 14 Uhr betreut. Ein klassischer Kindergarten also, der mit dem Umzug auf zwei Gruppen erweitert wurde und verlängerte Öffnungszeiten anbietet. „Wir sind jetzt eine Kindertagesstätte, die von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. Ab September werden wir sogar noch eine dritte Gruppe hier betreuen“, sagte die neue Leiterin Jutta Grimm, die seit Anfang des Jahres als Nachfolgerin der langjährigen Chefin Ursula Scherer im Einsatz ist.

„Diese Räume hier wurden bereits von der ASB-Kita Kunterbunt während der Bauzeit ihrer neuen Einrichtung als Ausweichquartier genutzt, jetzt aber nochmal für die Bedürfnisse des evangelischen Kindergartens umgebaut“, sagte Jutta Grimm. Interessiert besichtigten die großen und kleinen Besucher die drei Gruppenräume, einen Nebenraum, in dem gemalt und gespielt wird, ein gemütliches Bistro, wo auch ein Mittagessen angeboten wird, den großen Turnraum in einem Container, Waschräume und ein Freigelände mit Spielgeräten.

Betreut werden Kinder ab drei Jahren. Ob im neuen Kindergartenjahr ab September noch Plätze frei sind, kann die Leiterin noch nicht abschließend beantworten. „Das hängt von den Anmeldungen ab, die beim heutigen Tag der offenen Tür abgegeben werden“, erklärte sie.

Eine Anmeldung für ihre zweijährige Tochter Alessia füllten am Samstag Nina und Marcel Braun aus. Alessia wird im Moment von einer Tagesmutter betreut und soll im Sommer kommenden Jahres in eine Kita gehen. „Uns gefallen die Räume gut und das Konzept der geschlossenen Gruppen, das sich von dem der ASB-Kitas unterscheidet, finden wir für unsere Tochter besser geeignet“, sagte Nina Braun.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Der Übergang vom Haus der Kinder in der Martin-Luther-Straße ins neue Quartier verlief nahtlos. Pfarrerin Andrea Rudersdorf lobte das Engagement der Erzieherinnen, der Eltern und vieler ehrenamtlicher Helfer aus der Gemeinde, die beim Umzug mit angepackt haben und die Räume für die Kinder funktional und wohnlich hergerichtet haben. „Dabei wurde in den Gruppenräumen seit dem Einzug immer wieder etwas verändert. Denn manches ergibt sich ja erst, wenn man mit den Kindern vor Ort ist“, sagte die Leiterin, die ab September dann vier Erzieherinnen in Vollzeit und sechs in Teilzeit in ihrem Team hat.

Wenn alles glatt läuft und in drei Jahren der von der Stadt mit 2,4 Millionen Euro finanzierte Neubau stehen wird, gibt es noch mehr Platz, um dem Bedarf in Sachen Kinderbetreuung gerecht zu werden.

„Im Neubau werden wir noch eine vierte Gruppe haben, die dann wahrscheinlich auch Kinder unter drei Jahren aufnehmen wird“, sagte Christoph Kleinert, Vorsitzender des evangelischen Kirchenvorstands. Als Standort geplant sei das Gelände neben der Grundschule, wo jetzt die BDP-Kinderkiste ihr Domizil hat. „Dieses alte Gebäude soll bis Ende des Jahres abgerissen werden“, sagte Kleinert.

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