Staatsanwaltschaft ermittelt: Nötigungen und Körperverletzung

Nach Belästigungen auf Schlossgrabenfest: Nur eine Anklage möglich

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Schlossgrabenfest Darmstadt.

Darmstadt - Nach dem Schlossgrabenfest im Mai melden sich Frauen bei der Polizei: unsittliche Berührungen, Nötigungen und Verletzungen geistern durch die Medien. Die Staatsanwaltschaft hat ermittelt. Das sind die Ergebnisse.

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Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt heute mitteilte, konnten in zwölf Verfahren insgesamt 15 Täter namentlich ermittelt werden, in 33 Fällen allerdings nicht. Straftaten liegen aber ohnehin nur in insgesamt vier Fällen vor - zwei (versuchte) Nötigungen, eine Beleidigung und eine Körperverletzung. Ein Beschuldiger soll versucht haben, eine Frau zum Tanzen zu bewegen und sie dabei am Arm festgehalten haben. Und zwar so vehement, dass sie sich nicht habe befreien können. Ein anderer Täter umklammerte seine "Partnerin" von hinten, um sie am Weglaufen zu hindern. Außerdem schlug ein Mann einer Frau nach einem gescheiterten Flirtversuch ins Gesicht. In einem weiteren Fall packte der Beschuldigte seinem Opfer ans Gesäß, anschließend wurde der Mittelfinger gezeigt.

In drei Ermittlungsvorgängen konnte der Beschuldigte allerdings nicht eindeutig von den Geschädigten als Täter erkannt werden. Daher sei eine Anklage nicht möglich, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Nur ein Übergriff könnte also vor Gericht landen. Ob das passiert, sei laut einer Sprecherin aber noch unklar. Alle anderen Vorfälle seien bloß "flüchtige Berührungen wie ,Grapschen' an das Gesäß oder an die Brust oberhalb der Kleidung gewesen". Dies reiche für eine Anklage nicht aus, es liege keine "Nötigungshandlung" vor. eml

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Quelle: DA-imNetz.de

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