Sechste Ausbildungsmesse im Bürgerhaus

Was so alles in Zukunft geht

+
Schüler informieren sich über 180 Ausbildungsberufe bei mehr als 30 Ausstellern. Mit dabei ist auch das Hauptzollamt und die Bundespolizei.

Dietzenbach - Zur Ausbildungsmesse „Was geht?“ im Bürgerhaus sind mehr als 30 Aussteller gekommen, um 180 verschiedene Ausbildungsberufe vorzustellen. Die umliegenden Schulen nutzen die Gelegenheit, um mit den Jugendlichen die Messe zu besuchen. Von Yvonne Fitzenberger

Unter anderem gibt’s auch Infostände zum sozialen Jahr. „Es gibt echt coole Berufe“, sagt Seyaal. Der Junge ist 13 Jahre alt und geht auf die Heinrich-Mann-Schule (HMS). Mit seiner Klasse ist er zur Ausbildungsmesse „Was geht?“ gekommen. Die Messe findet bereits zum sechsten Mal statt und zieht immer wieder Jungen und Mädchen an, die mit ihren Klassen oder auch alleine die Stände erkunden. Mehr als 30 Aussteller nehmen an der Messe teil und werben um Nachwuchs. „Das ist echt gut zum Erkunden“, fügt Seyaal hinzu und geht direkt zum nächsten Stand. Sein Höhepunkt ist das ABB-Training-Center; die Firma bildet etwa Elektroniker und Betriebstechniker aus. „Es kommen viele Jungs zu uns und sind begeistert“, sagt Sven Böhler. Er ist Auszubildender im dritten Lehrjahr.

Manal geht ebenfalls auf die HMS und ist froh, im Bürgerhaus zu sein. „Das ist besser als Schule“, sagt die 14-Jährige. Das denken wohl viele, sagt Robin Stahl, dualer Student bei Aldi Süd: „Die Schüler kommen, um ihre Stempel zu sammeln: Es ist halt für sie eine schulische Pflichtveranstaltung.“ Dennoch gibt es einige, die sehr interessiert sind. „Sie sind offen und zeigen wenig Scheu, auch mal etwas zu fragen“, hat Stahl beobachtet.

Besonders viel Andrang bewältigt der Info-Stand der Schülerhilfe. „Der Stand ist besonders schön“, sagen Dilan und Haeiqa, beide 14 Jahre alt, „die helfen bestimmt, damit wir bessere Noten bekommen“. Nicht nur Unternehmen, die eine betriebliche Ausbildung anbieten, sind dabei. Auch weiterführende Schulen präsentieren ihre Bildungsschwerpunkte wie die „Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode“ oder die Georg-Kerchensteiner-Schule aus Obertshausen.

Ausbildungsmesse „Was geht?“ in Dietzenbach: Bilder

Aus- und Weiterbildung sind nicht die einzigen Alternativen für die Zeit nach dem Schulabschluss. Auch die Möglichkeit eines sozialen Jahres wird angesprochen und findet begeisterte Zuhörer. Die Angebote und die Interessen der Schüler sind gleichermaßen vielfältig. „Hier ist alles total bunt gemischt“, kommentiert Sidney Röder, Bäckermeister und Betriebswirt, die Veranstaltung. Er arbeitet für die Bäckerei Bauder und hat bereits zu Beginn mit vielen Schülern geprochen. Röder: „Manche Schüler kommen hierher wegen der Gummibärchen und Kulis, aber viele haben sich schon vorher informiert und sind wirklich interessiert.“

Bürgermeister Jürgen Rogg zeigt sich bei der Eröffnung der Messe begeistert von dem Andrang der Schüler: „Es ist wichtig, sich frühzeitig zu informieren“, sagt der Rathauschef, „denn es gibt viele Möglichkeiten“. Besonders hebt er hervor, dass die Auszubildenden der Stadt die Messe mitorganisiert haben – darunter Tontechniker und eine Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau. „Es geht hier so einiges“, sagt Rogg.

Kommentare