Ballettschüler begeistern mit Musical

Tänze voller Emotionen

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Valentin Teufel alias Billy Elliot präsentierte auf der Bürgerhaus-Bühne zusammen mit Dutzenden anderen Ballettschülern von Sim Aktel-Saberi das weltbekannte Filmmusical rund um den Jungen, der lieber tanzt als boxt.

Dietzenbach - „Ich liebe den Film“, sagt Sim Aktel-Saberi. Und diese Liebe zum Erfolgsfilm und -musical „Billy Elliot – I Will Dance“ hat die Ballett-Lehrerin zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern auf die Bühne des Bürgerhaus-Capitols gebracht. Von Burghard Wittekopf 

Aktel-Saberi krönte damit die Feier zum zehnjährigen Bestehen ihrer in der Kreisstadt beheimateten Ballettschule. Zum Inhalt: Billy Elliot lebt nach dem Tod seiner Mutter mit seinem Vater im Norden Londons. Während der Vater ihn zum Boxen schickt, entdeckt Billy seine Leidenschaft zum Tanz. Zwischen dem Wunsch seines Vaters und seiner Leidenschaft hin- und hergerissen, entscheidet er sich für das Tanzen.

Dieser mit Spannung geladene Vater-Sohn-Konflikt war besonders im Grabtanz und im Brieftanz zu spüren. Die beiden Tanzszenen waren jeweils die emotionalen Höhepunkte bei den drei Aufführungen im Capitol. Sechs Monate Vorbereitung, Texte, Musik, Choreografie und viel üben liegen hintern den Beteiligten. Das Ergebnis: Traumhaft tänzerisch setzten Aktel-Saberis Schüler die Geschichte von Billy in insgesamt 27 Tänzen um.

Die Choreografinnen Aktel-Saberi und Franziska Stürwold hatten die Tänze auf die unterschiedlichen Gruppen der Ballettschule zugeschnitten. Das Bühnenbild war dem Musical entsprechend schlicht gehalten; vielmehr rückte die Lichtgestaltung in den Vordergrund. Die Aufführung deckte alle Sparten ab, die in der Ballettschule unterrichtet werden: Neben Ballett und Stepptanz kamen auch Modern Dance und Hip-Hop zum Einsatz. In den Hauptrollen wirkten Valentin Teufel als Billy Elliot, Laura Teatzner als Vater Elliot, Leonie Stiefel als Tony Elliot.

Das Publikum bei den Aufführungen im Bürgerhaus-Capitol spendete jeweils tosenden Beifall. So wundert es nicht, dass Aktel-Saberi von der Resonanz und den vielen Blumengeschenken sichtlich ergriffen, mehrfach ihre Rede am Ende der Vorstellung unterbrechen musste. Schließlich überraschte sie ihre Schüler mit einer filmischen Retroperspektive der vergangenen zehn Jahre, in der auch ehemalige Tänzer und Tänzerinnen vorkamen.

Bilder: Ballettschüler begeistern mit Musical

Vor zehn Jahren übernahm Aktel-Saberi von ihrer Lehrerin Janet Seymour die Ballettschule. Nach wie vor besteht ein intensiver Kontakt zwischen den beiden Tänzerinnen. So findet jährlich an Ostern ein Austausch zwischen der Ballettschule Aktel-Saberi und der Ballettschule Seymour in England statt. Aktel-Saberi ist mit der Entwicklung der Ballettschule glücklich. Nur einen Wunsch hat sie: Sie wünscht sich, dass sich mehr Jungen Billy als Vorbild nehmen und für das Tanzen begeistern lassen.

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