Künstlerin Uschi Heusel und Stadt informieren

Steinberg-Kreisel: Bronze-Ludwig auf Farbsteinen

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Der erste Bauabschnitt am (noch) sogenannten Lego-Kreisel ist so gut wie beendet. Dabei wurde die Kreiselmitte in Form gebracht und befestigt, sodass dort bald die rot-weißen-Plastikmodule entfernt werden können.

Dietzenbach - Keine Nachfragen, keine Proteste: Es ist ruhig geworden um die viel diskutierte Gestaltung des Steinberg-Kreisels mit der „Ratte Ludwig“-Skulptur. In der Bauausschuss-Sitzung wurde nur noch sachlich informiert. Von Barbara Scholze

Angekündigt und geplant war die Informationsveranstaltung schon lange. Vielleicht zu lange, denn das Interesse in der Bewohnerschaft scheint nicht mehr sehr groß. Nur eine Handvoll Besucher fand sich im Bauausschuss ein, um den angekündigten Bericht zur Neugestaltung des Steinberg-Kreisels an der Kreuzung Offenbacher Straße/Theodor-Heuss-/ Gustav-Heinemann-Ring zu hören. Von den vielseitigen Diskussionen um die „Ratte Ludwig“-Statue, die auf Initiative der Künstlerin Uschi Heusel das Innere des Kreisels schmücken soll (wir berichteten), war nichts zu spüren. Keine Nachfragen, keine Proteste der Gegner, die zu Beginn des Projektes sogar mehrere hundert Unterschriften gesammelt hatten.

Es waren vor allem Gründe der Verkehrssicherheit, die ursprünglich den Prozess des Kreiselumbaus in Gang gesetzt hatten. Runder sollte er werden und damit den Verkehr ruhiger führen. „Das ist bereits gelungen, der Kreisel hat Form angenommen“, berichtete Sandra Homberg, Fachbereichsleiterin Bau und Immobilienmanagement. Mithilfe einer Fräse sei die Grundlage für die neue Form in den Asphalt gelegt worden und so ein inneres Rund geschaffen, dass nicht mehr „überfahren“ werden kann.

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Begleitend erzählte Uschi Heusel vom Wachsen und Gedeihen der Ludwig-Figur, die ab Ende Juli das Innere des Straßenkreises schmücken soll. Die bekannte Comic-Ratte sitzt auf einem das Quartier symbolisierenden Steinberg und hält Ausschau Richtung Altstadt. „Die gesponserten Steine werden in der vorletzten Juli-Woche geliefert“, kündigte die Künstlerin an. Sie seien so groß, dass sie nicht bewegt werden können. „Wenn an der ein oder anderen Stelle die Größe nicht ausreicht, kommt Mörtel dazwischen.“

Auch die Bronze-Statue soll schlussendlich statisch bleiben. „Sie ist fast fertig, Ludwig wiegt 80 Kilo und er strahlt“, freute sich Heusel. Allerdings sei die Figur noch nicht patiniert und es fehlten die Befestigungen. Etwa 1,63 Meter ist die Skulptur groß, sitzen wird sie auf einem 60 Zentimeter hohen Würfel, der umgebende Steinberg soll eine Höhe von etwa 1,50 Meter erreichen.

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Finanziert wird das Kunstwerk ausschließlich durch Spenden. Bereits Ende Mai war die gesetzte Marke von 10.000 Euro auf dem Konto überschritten worden. „Wir haben auch manche Anregung zur Gestaltung des Kreiselinneren aufgenommen“, betonte Bürgermeister Jürgen Rogg. So habe man sich für farbige Steine in Gelb-, Rot- und Grautönen entschieden. Für Auflockerung ohne großen Pflegeaufwand sollen darüber hinaus bunte Steinpflanzen sorgen. „Das gibt gleich ein ganz anderes Bild“, so der Bürgermeister.

Die Abstimmung ist beendet.
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Eine schlechte Idee: Ich halte nichts vom neuen "Ratten-Kreisel".
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