„Das Gesamtkonzept war erfolgreich“

Musiktage-Macher Marcel Jung zieht eine erste Bilanz

Dietzenbach -   Drei Konzerte, an drei Orten mit drei ganz unterschiedlichen Ausrichtungen – „Musik erleben“ war das Motto der ersten Dietzenbacher Musiktage und Organisator Marcel Jung ist überzeugt, dass er dem Leitspruch gerecht geworden ist. Von Norman Körtge 

„Das Gesamtkonzept war erfolgreich“, zieht der Klavierlehrer und Musikmacher ein erstes Fazit. Auch wenn er nicht zu „Schnellschüssen“ neige, so ist sich Jung doch einigermaßen sicher, dass die Musiktage 2017 eine Fortsetzung finden werden. Die Rückmeldungen, die er sowohl von Besuchern als auch von Sponsoren bekommen habe, stimmten ihn positiv. Vor allem Dank Letzterer sei die Veranstaltungsreihe überhaupt erst möglich gewesen und diese werden auch für die Zukunft notwendig sein, um die Musiktage anbieten zu können.

Dass Jung allerdings auch selbstkritisch ist, zeigt sich bei seiner persönlichen Analyse der drei Konzerte. Einer der wesentlichen Kritikpunkte beim letzten Konzert am vergangenen Sonntag im Artrium am Park sei, dass seine Moderation – Jung war als Mozart verkleidet – nicht immer gut hörbar war. Ansonsten sei das Konzert mit Pianistin Nami Ejiri sowie den Violinistinnen Rachelle Betancourt und Stefanie Pfaffenzeller der krönende Abschluss gewesen. Nicht nur, weil der dritte Teil mit knapp 200 Besuchern fast ausverkauft war, sondern auch durch die Qualität gänzlich überzeugte. „Ich bin sicher, dass haben auch die Zuhörer gemerkt, die in der Musik nicht so bewandert sind“, meint Jung. Damit sei das Familienkonzert auch seiner Intention nachgekommen.

Das zweite Konzert in der Christuskirche mit Victor Plumettaz und Julia Okruashvili habe durch seine tolle Atmosphäre überzeugt, wobei vor allem auch die Beleuchtung dazu beigetragen habe. Allerdings hätte sich Jung ein bisschen mehr Publikum auf den Kirchenbänken gewünscht. Dass zum Auftakt mit Singer-Songwriterin Isabel Ment das Bürgerhaus-Capitol nicht voll besetzt sein würde, sei abzusehen gewesen. Allerdings wäre es nach dem ganzen Hype um die Dietzenbacher „Voice-of-Germany“-Finalistin nicht vertretbar gewesen, ihren Auftritt in der kleinen Location Schafstall stattfinden zu lassen. Auch konnte nicht erwartet werden, dass die 21-Jährige mit einem riesigen Repertoire an Liedern in ihre Heimatstadt zurückkommt.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Da für Jung das Gesamtkonzept gestimmt hat, würde er auch bei der fast sicheren Fortsetzung wieder auf drei Konzerte setzen. Die ersten Ideen, an welchen Orten diese stattfinden könnten, sind bereits an ihn herangetragen worden. Und vielleicht soll es dann auch so etwas wie einen Festivalpass geben – also ein Ticket für alle drei Musiktage-Konzerte.

Kommentare