Bezauberndes Heimspiel

Dietzenbacher Musiktage mit Isabel Ment gestartet

Dietzenbach - Gitarre, Mikro und den Klang ihrer Stimme: Mehr braucht Isabel Ment nicht, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die 21-jährige Songwriterin gab das Auftaktkonzert zu den Dietzenbacher Musiktagen, das für sie sowohl Heimspiel als auch Comeback war. Von Sascha Reichelt 

Barfuß und mit sanfter Stimme verzaubert Sängerin Isabel Ment ihr Publikum beim Auftaktkonzert der Dietzenbacher Musiktage.

Stille kehrt im Saal ein, als Isabel Ment die Bühne betritt, sich zunächst ganz entspannt Schuhe und Strümpfe von den Füßen streift, zur Gitarre greift und zum ersten Ton ansetzt: „Es ist uns eine große Ehre, dieses kleine Festival eröffnen zu dürfen“, begrüßt sie die Menge und blickt dabei in viele vertraute Gesichter. Unterstützt von Gitarrist Benni Kriesel, ebenfalls barfüßig, präsentiert sich die Künstlerin – vielen aus der Fernsehshow „The Voice of Germany“ bekannt – an diesem Abend von einer neuen, reiferen, aber auch sehr persönlichen Seite. Mit ihren selbst geschriebenen Liedern, einer Mischung aus Bossa Nova, Jazz und Indie, verzaubert sie im Handumdrehen ihre Zuhörer.

Trotz des Trubels seit ihren TV-Auftritten wirkt sie gelassen und bodenständig. Ihre Stimme klingt sanft, fast flüsternd, wenn sie ihren nächsten Titel ankündigt. Mit auf dem Programm: Die Songs ihrer bald erscheinenden CD, welche sie in einem renommierten New Yorker Tonstudio aufgenommen hat. „Es geht ein wenig in Richtung Achtziger Jahre New-Age“, erklärt die 21-Jährige. Mag die Zeit bei „The Voice“ auch vorbei sein, ihr Terminkalender bleibt trotzdem prall gefüllt: „Ich konnte viele gute Erfahrungen sammeln und erstmals in das Show-Business hinein blicken. Jetzt bin ich soweit, mein eigenes Ding zu starten. Und das mache ich einfach.“

Sie habe große Pläne. Schon bald steht die Arbeit am ersten Album an. Zum Abschied gibt sie noch die Akustik-Version ihrer aktuellen Single „In Reverse“ zum Besten, welche sie unter der Leitung von Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß geschrieben hat. Dem Wunsch einer Zugabe folgend, setzt Ment mit dem 80er Jahre Coversong „Man-eater“ noch einen oben drauf. Die anfängliche Stille im Saal bricht endgültig, als die Songwriterin das Publikum animiert, die Refrainzeile „Oh oh, here she comes“ lautstark mitzusingen. Auch der Initiator der Musiktage, Klavierlehrer Marcel Jung, zeigt sich sichtlich begeistert und ist stolz auf das Erreichte: „Die Stimmung unter den Leuten hier ist einfach sehr schön. Viele kommen auf mich zu und sind ganz berührt von der Musik.“

Bilder: Isabel Ment bei „The Voice of Germany“

Zusammen mit Schirmherr Bürgermeister Jürgen Rogg eröffnete er das Konzert mit feierlichen Worten und bedankte sich bei allen Beteiligten und Sponsoren. „Musik erleben“ heißt das Motto, unter dem noch zwei weitere Events folgen. Mit Isabel Ment eröffnete auf jeden Fall ein absoluter Publikumsmagnet die Musiktage: Sollte das Konzert ursprünglich im Schafstall stattfinden, war es dem plötzlichen Erfolg der Sängerin zuzuschreiben, dass die Veranstaltung ins Bürgerhaus verlegt werden musste. „Trotzdem haben wir die intime Atmosphäre aufrechterhalten können. Die Akustik im Bürgerhaus ist eine Klasse für sich. Wie im Schafstall, nur größer!“, scherzte Jung. Über eine Neuauflage im nächsten Jahr denkt er bereits nach und steht in Kontakt mit potenziellen Künstlern: „Aber auch die haben ihre Termine, das muss alles gut geplant werden“, so Jung.

  • Das nächste Konzert: Samstag, 18. Juni, 20 Uhr, Victor Plumettaz und Julia Okruashvili mit „Classic and Crossover“, Christuskirche (Darmstädter Straße). Karten gibt’s unter anderem auf ztix.de. Weitere Infos auf dietzenbacher-musiktage.de.

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