Nichts konnte die Einbrecher wirklich stoppen

Großer Schaden für wenig Beute

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Volker Röder, stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde, ist schockiert über die rohe Gewalt, mit der die Einbrecher vorgegangen sind.

Dietzenbach - Auch rund einen Monat nach dem Einbruch ins Clubhaus des Hundevereins ist die Wut nicht verraucht, sind die Täter nicht gefunden. Von Sascha Dreger 

Das rote Blinklicht der Alarmanlage haben die Täter abgeschlagen, die mit Bewegungsmeldern ausgestatteten Flutlichter auf dem Gelände wurden ebenfalls zerstört. Im Dunkel des Waldes, in dem das Clubhaus des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde an der Offenthaler Straße liegt, haben bislang Unbekannte in der Nacht nach Christi Himmelfahrt, im wahrsten Sinne des Wortes, zugeschlagen. „Stundenlang müssen sie gewütet haben“, vermutet Volker Röder. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist, wie alle Betroffenen, erschüttert von der brachialen Gewalt mit der die Einbrecher vorgegangen sein müssen. „Wir gehen von mehreren Tätern aus“, sagt Röder. „Einer alleine hätte sicher nicht so viel Schaden anrichten können“, mutmaßt er.

In einem Werkstattraum finden die Einbrecher unter anderem einen Pickel. Damit versuchen sie sich an mehreren Sicherheitstüren. Eine führt in einen Lagerraum, hier ist nichts zu holen und ein Weiterkommen ins Innere auch nicht möglich. Die Eingangstür des Gebäudes ist mit einem großen Schließriegel gesichert, zusätzlich ist vor der Tür ein Gitter angebracht. Auch dort versuchen die Täter ihr Glück, das Gitter ist stark verbogen, die Tür schwer beschädigt. „Geschafft haben die es hier aber nicht“, sagt Röder.

Eine Seitentür zerstören die Täter fast vollständig. Trotz Metallverstrebungen, die in der Wand verankert sind, schaffen es die Einbrecher schließlich in die Küche einzudringen. „Das muss einen Höllenlärm gemacht haben“, sagt Röder. Das Vereinshaus liegt so abseits, dass es trotz allem niemand mitbekommen hat. Im Innern angekommen, versperrt eine weitere Stahltür den Weg – doch auch sie wird mit roher Gewalt aus dem Schloss gerissen. Dahinter steht, neben einigen Vorräten, ein Stahlschrank. In diesem finden die Einbrecher die Wechselgeldkasse – große Beute ist aber auch hier nicht zu machen. „Ein paar Euro, mehr ist da nie drin“, erklärt Röder und wundert sich über die rohe Gewalt, die die Täter aufgewendet haben, um das alles zu zerstören. „Keine Ahnung, was sie gehofft haben, hier zu finden“.

Insgesamt vier Außen- und zwei Innentüren sind der Zerstörungswut der Täter zum Opfer gefallen – eindeutig mehr Schaden als Beute. Außer dem wenigen Kleingeld wurden zwei ältere Motorsägen und eine ausrangierte Kaffeemaschine mitgenommen. Zudem wurde die Gefriertruhe geplündert, Fleisch und Würstchen gestohlen. „Die Spirituosen haben sie stehen lassen“, wundert sich Röder. Die Türen sind weitgehend repariert, die zerstörte Seitentür vollständig verschweißt. Der Wert der Beute ist gering. Was bleibt, ist hingegen ein ungutes Gefühl und ein Schaden von rund 8000 Euro.

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