EVD kündigt Änderung an

Sinkende Preise entlasten Kunden bei Fernwärme

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In der Müllverbrennungsanlage der EVO in Offenbach wird ein Teil der in Dietzenbach genutzten Fernwärme produziert.

Dietzenbach - Die Fernwärmepreise haben in der Vergangenheit viele Bürger verärgert. Nun macht EVD-Geschäftsführerin Lena Blazek den Kunden Hoffnung.

Das Geschäftsjahr der Energieversorgung Dietzenbach GmbH (EVD) neigt sich dem Ende zu. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ermittelt die EVD auch neue Preise. Wie genau die Preise sich verändern, beziehungsweise berechnet werden, legt die sogenannte Preisänderungsklausel fest, die mit dem neuen Preissystem zum 1. Oktober vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Die einzelnen Preisbestandteile verändern sich dabei abhängig von der Entwicklung bestimmter Indexreihen, respektive Marktpreisen – diese werden im Detail in der Preisänderungsklausel angegeben und sind öffentlich zugänglich.

„Aufgrund der bisherigen Entwicklung der Kennzeichen, gehen wir derzeit von sinkenden Preisen aus“, sagt EVD-Geschäftsführerin Lena Blazek. Die Bekanntgabe der ab Oktober gültigen Preise erfolge voraussichtlich am 24. September in der Tagespresse.

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Zur Erstellung der Fernwärme-Endabrechnungen für das laufende Abrechnungsjahr hatte die EVD alle Kunden bereits im Juli gebeten, ihren jeweiligen, aktuellen Zählerstand zu melden. „Zahlreiche Rückmeldungen sind bei der EVD per Postkarte, im Online-Portal oder persönlich im Kundenzentrum eingegangen“, sagt Blazek. Die Abrechnung umfasse jeweils den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016. „Daher werden die gemeldeten Zählerstände auf den Stichtag 30. September 2016 hochgerechnet“, erläutert die EVD-Geschäftsführerin. Das hatte ein Leser kritisiert: Er wolle konkrete Daten übermitteln und keine Schätzungen. Blazek erklärt, der frühe Ablesetermin habe einen Grund: „Da die Erstellung der Abrechnungen für alle unsere Kunden einige Zeit in Anspruch nimmt, bedarf es einer frühzeitigen Ablesung der Werte.“ Für die Monate August und September geht die EVD witterungsbedingt von einer relativ geringen Wärmeleistung aus, sodass bei der Hochrechnung kaum mit großen Abweichungen zu rechnen sei, sagt Blazek. Anhand der so ermittelten Verbrauchswerte werde derzeit die Jahresendabrechnung 2016 inklusive der neuen Abschlagszahlungen für das nächste Abrechnungsjahr vorbereitet.

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In die Endabrechnung fließe auch die sogenannte Best-Preis-Regelung ein. Demnach werde laut Blazek bei der Ermittlung des Jahresentgeltes unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verbrauchswerte automatisiert überprüft, ob der Tarif „EVDsmart“ oder EVDplus“ der kostengünstigere für die jeweilige Liegenschaft ist. „Für die Abschlagszahlungen ab Oktober berücksichtigt die EVD bereits die neuen, voraussichtlich sinkenden Preise“, sagt Blazek. Der Versand der Abrechnungen sei für Mitte Oktober geplant. (ron)

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