Gewerbeverein in Dietzenbach

Heilmann sucht weiter Nachfolger

Dietzenbach - Eine Woche vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Gewerbevereins ist der Noch-Vorsitzende Bernd Heilmann weiter auf der Suche nach einem Nachfolger. Im Gespräch ist auch die Auflösung des Vereins. Von Norman Körtge

„Gemeinsam sind wir stark!“ lautet der Leitspruch des Dietzenbacher Gewerbevereins (GVD). Doch von gemeinsamer Stärke war in den vergangenen Monaten nur wenig zu spüren. Vor allem, wenn es um die Suche nach einem neuen Vorstandsteam geht. Bereits auf dem Neujahrsempfang hatte Vorsitzender Bernd Heilmann angekündigt, dass er in der für April terminierten Jahreshauptversammlung nicht mehr für das Amt kandidieren würde. Wie berichtet, fand sich bis zu dieser Versammlung kein Nachfolger.

Die nun verbleibenden Optionen sind klar benannt: Stellt sich in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 9. Juni, im Hotel Sonnenhof niemand aus den knapp 160 Mitgliedsunternehmen zur Wahl des Vorsitzenden zur Verfügung, drohen dem 1966 von Wolfgang Thüring ins Leben gerufenen Verein entweder ein vom Amtsgericht eingesetzter Notvorstand oder die Auflösung.

Heilmann, der in den vergangenen zehn Jahren in verschiedenen Vorstandsämtern aktiv war, ist bewusst, dass die Aussichten für eine Nachfolgerin oder Nachfolger nicht gerade rosig sind. Denn auch Angelika Landgraf-Krimm wird ihre Position als Geschäftsstellenleiterin aufgeben. „Der neue Vorstand muss die Verwaltung neu organisieren“, gibt Heilmann zu bedenken. Hinzu komme, dass auch sein Stellvertreter, Deniz Dökünter, nicht mehr zur Verfügung steht. Weiter machen würden Schatzmeister Thomas Paliocha und die Beisitzer Irmi Weber, Manfred Rühl, Hubert Bausback und Uwe Beyer.

Ein von Amtsgericht eingesetzter Notvorstand mache nach Meinung von Heilmann nur dann Sinn, wenn erkennbar sei, dass es wieder einen neuen Vorstand geben wird. Zudem koste der Notvorstand Geld. Aus diesen Gründen hält der jetzige Vorstand diese Lösung nicht für sinnvoll.

Da es in der GVD-Satzung keine besondere Bestimmung über eine Vereinsauflösung gibt, müssten laut Bürgerlichem Gesetzbuch drei Viertel der anwesenden Mitglieder dieser zustimmen. Es müsste dann allerdings auch eine Lösung gefunden werden für die noch im Umlauf befindlichen Geschenk-Gutscheine. Ein Gespräch mit einem möglichen Kandidaten für das Vorstandsamt stehe noch aus. Ob dieses erfolgreich sein wird, werde sich spätestens in einer Woche zeigen, so Heilmann.

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