Diskussion wegen entfernter Zebrastreifen geht weiter

„Inseln“ sollen Autofahrer bremsen

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Die Fußgänger-Querungshilfen in der Limesstraße sollen auch Autofahrer zu langsameren Fahren anleiten.

Dietzenbach - Der entfernte und durch eine Querungshilfe ersetzte Zebrastreifen in der Limesstraße sorgt weiterhin für Gesprächsstoff – in Form von Anrufen in der Redaktion, Leserbriefen und Diskussionen in sozialen Netzwerken. Von Norman Körtge 

Dass nach dem Umbau erneut „Zebrastreifen“-Schilder aufgestellt worden sind, ist geklärt. Wie berichtet, hätte die beauftragte Baufirma eigentlich die dreieckigen „Achtung Fußgänger“-Schilder montieren sollen. Der Austausch erfolgt in den nächsten Tagen. Allerdings wird über die Begründung, warum der Zebrastreifen weg musste, weiter diskutiert. Gänzlich unzulässig in Tempo-30-Zonen, wie es zunächst von der Stadt mitgeteilt wurde, sind die sogenannte Fußgängerüberwege nämlich keineswegs.

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So weist etwa ein Leserbrief-Schreiber zu Recht daraufhin, dass Zebrastreifen gemäß der amtlichen Richtlinien in Tempo-30-Zonen „in der Regel entbehrlich“ sind: „Das ist eindeutig kein Verbot!“ Das bestreitet auf Anfrage auch Markus Hockling, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, nicht. Und er beginnt von dem „Charakter der Straße“ zu sprechen und wie dieser auf Autofahrer wirkt. Im Fall der Limesstraße: Es wird zu schnell gefahren. 57 Geschwindigkeitsüberschreitungen in fünf Stunden habe eine Messung 2015 ergeben. Viele fuhren statt 30 um die 50 Stundenkilometer. Deshalb sei eine bauliche Veränderung, wie sie durch die beiden Querungshilfen mit den „Fußgänger-Inseln“ in der Fahrbahnmitte nun entstanden ist, ein eindeutiges Signal an die Autofahrer, langsamer zu fahren, meint Hockling und fühlt sich durch eine aktuelle Geschwindigkeitsmessreihe auch bestätigt. Und wenn die rot-umrandeten „Fußgänger“-Warnschilder montiert sind, haben diese eine weitere Signalwirkung.

Außerdem berichtet Hockling, dass die Baumaßnahmen im Vorfeld mit der in der Nähe befindlichen Astrid-Lindgren-Schule abgestimmt und besprochen worden sind. Von schulischer Seite habe es keine Einwände gegeben – zumal der entfernte Zebrastreifen nicht auf den direkten Schulwegen der Grundschüler liege, so Hockling.

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