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Die Leitung muss dicht sein

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Dietzenbach ‐ Vorsicht bei Haustürgeschäften empfiehlt sich derzeit vor allem, wenn es um die Untersuchung von privaten Abwasseranlagen geht. Wie die Abwassergesellschaft Dietzenbach (ADG) mitteilt, sind im Stadtgebiet Firmen unterwegs, die per Kamera überprüfen wollen, ob Leitungen dicht und funktionsfähig sind. Von Barbara Scholze

Nach Angaben betroffener Bürger übten die Firmenvertreter dabei durchaus ein bisschen Druck aus. Es drohe nämlich eine Geldstrafe, heißt es da, falls die DIN-Verordnung nicht eingehalten werde. So müssten die Grundstückseigen tümer nachweisen, dass die Abwasserleitungen auf ihrem Besitz intakt sind.

„Dazu besteht momentan keine Verpflichtung“, warnt Michael Würz, Geschäftsführer der ADG. Auch die Ergebnisse der Untersuchungen seien zum Teil fraglich. Den prüfenden Blick auf ihre Leitungen vom Hausanschluss bis zum öffentlichen Kanal müssten Grundstücks- und Hauseigentümer erst dann werfen, wenn die DIN-Norm in eine Hessische Verordnung eingearbeitet ist. „Das wird demnächst kommen, aber auch dann haben die Eigentümer Zeit bis Ende 2015, um die notwendigen Maßnahmen vornehmen zu lassen“, betont Würz.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Nicole Große von der ADG unter Tel.: 06074 / 21 19 07.

Sobald die rechtliche Seite abgeklärt sei, werde die ADG die Bürger informieren und helfen, zertifizierte Fachfirmen zu finden. Bis dahin sollten Eigentümer auf jeden Fall abwarten. Denn teuer werde die Prüfung in jedem Fall. Die Untersuchung schlage mit 400 bis 1200 Euro zu Buche, eventuelle Reparaturen seien derzeit nicht einzuschätzen. Der Geschäftsführer vermutet indes, dass bis zu 40 Prozent des privaten Abwassernetzes Schäden aufweisen.

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